Der geplante Rückbau der maroden Brücken am Breitenbachplatz verzögert sich erneut. Ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer Berlin verhindert derzeit die Vergabe der Bauleistungen. Wegen Veränderungen am Bauwerkszustand werden zudem weitere Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet.

Vorbereitenden Maßnahmen an der Brücke am Breitenbachplatz in Berlin.

Mehr als vorbereitende Maßnahmen waren rund um die marode Autobahnbrücke am Breitenbachplatz bislang nicht zu sehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Seit Jahren ist klar: Die beiden großen Brückenbauwerke am Breitenbachplatz sind nicht dauerhaft zu erhalten. Doch der geplante Rückbau der ehemaligen A-104-Trasse verzögert sich weiter. Ein Vergabeverfahren verhindert derzeit den Start der eigentlichen Abrissarbeiten.

Wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mitteilt, hat ein unterlegener Bieter ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer Berlin eingeleitet. Solange darüber nicht entschieden ist, darf die Vergabe der Bauleistungen nicht abgeschlossen werden. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

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  • Ort: Breitenbachplatz (Charlottenburg-Wilmersdorf / Steglitz-Zehlendorf)
  • Projekt: Rückbau der alten A 104-Brücken
  • Status: Vergabeverfahren bremst Abrissbeginn
  • Maßnahmen: Parkplätze unter Brückenfeldern ab 3. August 2026 gesperrt
  • Bauzeit: Rückbau voraussichtlich rund 13 Monate

Bereits im vergangenen Jahr hatten erste vorbereitende Arbeiten stattgefunden. Dabei wurden unter anderem die Fahrbahnbeläge und die Abdichtung auf den Brücken entfernt. Diese Maßnahmen dienten dazu, die Bauwerke für den späteren Rückbau vorzubereiten. Der eigentliche Abbruch sollte anschließend beginnen, verzögert sich nun aber – wie befürchtet – weiter.

Breitenbachplatz: Alte Brücken weisen erhebliche Schäden auf

Die beiden rund 500 Meter langen Brücken über den Breitenbachplatz stammen aus dem Jahr 1978 und wurden ursprünglich als Teil der Autobahnplanung im Berliner Südwesten errichtet. Die frühere A 104 sollte damals eine Verbindung zwischen Hohenzollerndamm und Schloßstraße herstellen und wurde entsprechend großzügig dimensioniert.

Ein Erhalt der Bauwerke ist nach Angaben der Senatsverwaltung nicht möglich. Grund sind verschiedene bauliche Mängel, darunter Probleme mit der Dauerhaftigkeit einzelner Bauteile und statische Defizite. Besonders problematisch ist der verbaute Sigma-Spannstahl, der als anfällig für eine verzögerte Bruchbildung infolge von Spannungsrisskorrosion gilt.

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Bis zum Beginn des Rückbaus werden die Brücken weiterhin regelmäßig kontrolliert. Die Bauwerke werden engmaschig überwacht, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Verkehrssicherheit sicherzustellen.

Abgesperrte Parkplatzbereiche unter den Brücken am Breitenbachplatz in Berlin im Zuge der Vorbereitungen für den geplanten Rückbau.

Wegen zusätzlicher Bauwerksuntersuchungen werden Parkplatzflächen unter einzelnen Brückenfeldern am Breitenbachplatz vorübergehend gesperrt und abgesichert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Parkplatzbereiche werden aus Sicherheitsgründen gesperrt

Da bei den Untersuchungen Veränderungen am Zustand der Bauwerke festgestellt wurden, soll der Bereich unter einzelnen Brückenfeldern künftig freigehalten werden. Dadurch können weitere Prüfungen durchgeführt und bei Bedarf kurzfristig Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden.

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Ab Freitag, 31. Juli 2026, werden entsprechende Halteverbotsschilder aufgestellt. Ab Montag, 3. August, werden die betroffenen Parkplatzflächen zusätzlich mit Bauzäunen abgesichert. Parallel dazu sind weitere Bauwerksuntersuchungen geplant.

Wann der eigentliche Rückbau beginnen kann, hängt vom Abschluss des Vergabeverfahrens ab. Für Anwohnerinnen und Anwohner am Breitenbachplatz heißt es damit weiterhin: Geduld haben. Die Senatsverwaltung will informieren, sobald der Start der Arbeiten feststeht oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden.

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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