Am Bahnhof Köpenick laufen Abriss, Gleis- und Brückenarbeiten. Die Bahnhofstraße bleibt gesperrt. So sieht die Großbaustelle aktuell aus.

Die Bahnhofstraße ist unter den neuen Eisenbahnbrücken vollständig für den regulären Verkehr gesperrt. Absperrungen und Umleitungen prägen derzeit das Umfeld des Bahnhofs Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Großbaustelle am Bahnhof Köpenick verändert in diesen Augusttagen erneut ihr Gesicht. Während die Bahnhofstraße vollständig gesperrt ist, nutzt die Deutsche Bahn die intensive Bauphase für Abriss-, Gleis- und Brückenarbeiten. Vor Ort wird deutlich, wie eng die einzelnen Arbeiten inzwischen ineinandergreifen.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Bahnhofstraße / Elcknerplatz, 12555 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Baubeginn: 2023
- Geplanter Regionalhalt: Dezember 2027
- Fertigstellung Gesamtprojekt: voraussichtlich Februar 2028
- Aktuelle Sperrung: Bahnhofstraße vom 10. August, 6 Uhr, bis 31. August 2026, 18 Uhr

Beim Abriss am Bahnhof Köpenick kommt alte Bausubstanz zum Vorschein. Mauerwerk und neue Betonteile liegen im Bereich der Eisenbahnbrücke unmittelbar nebeneinander. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Bahnhof Köpenick konzentrieren sich die Arbeiten derzeit unmittelbar auf die Bahnhofstraße und die angrenzenden Bahnanlagen. Große Arbeitsflächen, Absperrungen, Baugeräte und bereits fertiggestellte Teile der neuen Infrastruktur bestimmen das Umfeld.
Besonders deutlich zeigt sich der Umbau dort, wo die Bahnstrecke die Bahnhofstraße überquert. Die Straße unter den Eisenbahnbrücken ist seit dem 10. August vollständig gesperrt. Die Sperrung betrifft alle Verkehrsteilnehmer und soll nach derzeitigem Stand am 31. August um 18 Uhr enden.
Die Bahn nutzt diese Phase unter anderem, um zwei Behelfsbrücken abzubauen. Sie hatten den Zugverkehr während früherer Bauphasen über der Bahnhofstraße ermöglicht. Gleichzeitig laufen weitere Arbeiten an den endgültigen Anlagen. Damit verändert sich ein Bereich, an dem lange provisorische Konstruktionen neben neuen Brücken und Stützen standen.

Schwere Baumaschinen räumen Mauerwerk und Bauschutt aus dem Bereich unter den Bahnanlagen. Die Sperrung der Bahnhofstraße schafft dafür den notwendigen Arbeitsraum. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bahnhof Köpenick: Abriss läuft auch an den Wochenenden
Wie intensiv die aktuelle Bauphase ausfällt, zeigt sich vor Ort vor allem unter der Bahnbrücke über der Bahnhofstraße. An der Eisenbahnbrücke Bahnhofstraße kommt es seit dem Wochenende unter anderem zu Abbruch-, Lade- und Transportarbeiten. Ein großer Schuttberg dominierte Anfang der Woche das Bild am Bahnhof Köpenick.
Weitere Abbrucharbeiten sollen am Sonntag, den 23. August, folgen. Dann sind dort zudem Vibrations- und Transportarbeiten vorgesehen. Am östlichen Fußgängertunnel sollen parallel Aushub- und Ladearbeiten stattfinden.
Für die weitere Sperrzeit bis Ende August nennt die Bahn Aushub, Schalung, Betonarbeiten, Betonsanierung, Arbeiten an der Oberleitung, Gründungen, Gleisbau und zahlreiche Transportfahrten. Besonders relevant für Anwohner: Noch bis zum 28. August sind werktags Rammarbeiten in mehreren Bereichen vorgesehen. Dazu gehören die Eisenbahnbrücken an Wuhle und Bahnhofstraße, der Bereich am Forum Köpenick sowie der östliche Fußgängertunnel.

Bagger und Bauarbeiter sind unter den neuen Eisenbahnbrücken mit dem Abriss bestehender Bauteile beschäftigt. Der Bereich bleibt während der Arbeiten großflächig abgesperrt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Sperrung schafft Platz für Arbeiten am neuen Bahnhof
Für Fußgänger gelten während der Sperrung besondere Wege. Noch bis zum 22. August führt die Verbindung zwischen Bahnhofstraße/Stellingdamm und Elcknerplatz durch einen speziellen Schutztunnel unter der Bahnbrücke auf der Bahnhofstraße. Gleichzeitig ist der S-Bahnsteig nur von der nördlichen Seite am Stellingdamm erreichbar.
Die Arbeiten gehören zu einem deutlich größeren Umbau am Bahnhof Köpenick. Neben dem bestehenden S-Bahnsteig entsteht ein rund 220 Meter langer Regionalbahnsteig an zwei neuen Gleisen. Hinzu kommen ein drittes Gleis mit Verbindung zum Berliner Außenring, neue Stützwände, Eisenbahnüberführungen und umfangreiche Schallschutzanlagen. Westlich der Bahnhofstraße ist ein neuer Zugang vorgesehen. Östlich entsteht die Personenunterführung, über die später sowohl S-Bahn- als auch Regionalbahnsteig erreichbar sein sollen. Drei neue Aufzüge sollen die Zugänge barrierefrei machen.

Während der Sperrung der Bahnhofstraße führt ein überdachter Fußgängertunnel durch die Baustelle am Bahnhof Köpenick. Auch Fahrräder müssen hier geschoben werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Regionalzüge sollen ab Dezember 2027 in Köpenick halten
Der Zeitplan bleibt anspruchsvoll. Regionalzüge sollen nach aktueller Planung ab Dezember 2027 am Bahnhof Köpenick halten. Das sind fünf Monate später als zunächst vorgesehen. Als Grund nennt die DB den Fachkräftemangel, insbesondere bei der Leit- und Sicherungstechnik. Das gesamte Ausbauprojekt Berlin–Frankfurt (Oder)–Bundesgrenze soll im Februar 2028 abgeschlossen sein. Bis dahin bleibt der Bahnhof Köpenick eine der größten Verkehrsbaustellen im Berliner Südosten.

Die neuen Brückenbauwerke über der Bahnhofstraße sind bereits deutlich zu erkennen. Unterhalb der neuen Konstruktionen laufen weitere Arbeiten für den künftigen Regionalbahnhof Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Regionalbahnhof Köpenick
Quellen: Deutsche Bahn, DB InfraGO, Bezirksamt Treptow-Köpenick
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3 Kommentare
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…mit seltsamen RE1-Halt, der gefühlt dreimal weniger Kapazität hat als der, der an derselben Strecke in Grünheide/Tesla gerade fertig gestellt wird. Die Massen werden fast nahezu gleich sein.
Der Querschnitt des zukünftigen Regionalbahnsteig erscheint (wahrscheinlich platzbedingt) zu gering, vor allem, wenn 2 RE1 zeitgleich halten. Insbesondere aber bei Sport-Veranstaltungen in der Wuhlheide wird das problematisch.
Hoffe das beide Bahnsteige einen zu und Abgang für beide Straßenseiten der Bahnhofstraße haben werden.