Nach umfangreichen Abrissarbeiten im Frühjahr entsteht an der Roelckestraße in Berlin-Weißensee der „Prologis Park Berlin DC5“. Auf dem früheren Gewerbeareal in Pankow sind drei Logistikeinheiten mit insgesamt 17.112 Quadratmetern geplant.

Der Standort in der Roelckestraße 70–73 in Berlin-Weißensee ist derzeit von einer Großbaustelle geprägt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Kreuzung Roelckestraße und Rennbahnstraße öffnet sich hinter rot-weißen Absperrgittern eine ungewöhnlich große Baustelle. Bagger bewegen Erdmassen, Lastwagen fahren über den hellen Schotterboden. Von den früheren Werkstätten, Verkaufsräumen und der Bowlingbahn ist nichts mehr zu sehen.
Noch vor wenigen Wochen war jedoch unklar, was auf dem Areal entstehen würde. Der geplante Abriss des ehemaligen Gewerbestandorts hatte im Umfeld für Fragen und Unruhe gesorgt: Während die alten Nutzungen verschwanden, fehlten zunächst konkrete Informationen zur Zukunft des Grundstücks. Inzwischen gibt ein Bauschild an der Straße den entscheidenden Hinweis. Hinter dem Projekt steht der „Prologis Park Berlin DC5“.
- Bezirk: Pankow
- Adresse: An der Industriebahn 23, 13088 Berlin
- Bauherr und Entwickler: Prologis
- Projektstatus: Rückbau abgeschlossen
- Verfügbarkeit: ab Mai 2027
„Prologis Park Berlin DC5“ umfasst drei Gewerbeeinheiten
Prologis bestätigt nun offiziell, dass der „Prologis Park Berlin DC5“ auf dem 32.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht. Die aktuelle Projektseite weist eine Gesamtfläche von 17.112 Quadratmetern aus. Davon entfallen rund 15.456 Quadratmeter auf Lagerflächen, 1.048 Quadratmeter auf Büros und 1.009 Quadratmeter auf Mezzanineflächen.
Das Gebäude gliedert sich in drei Einheiten. Einheit eins umfasst insgesamt 4.677 Quadratmeter, Einheit zwei 5.155 Quadratmeter und Einheit drei 7.280 Quadratmeter. Die Flächen lassen sich damit sowohl getrennt als auch zusammen vermieten. Für die Hallen nennt Prologis eine lichte Höhe von 10,5 Metern, LED-Beleuchtung und ein ESFR-Löschsystem. Insgesamt sind fünf ebenerdige Zufahrten und 42 Rampentore vorgesehen.

Bagger und Walzen bereiten das freigeräumte Grundstück für den „Prologis Park Berlin DC5“ in Weißensee vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Prologis Park Berlin DC5“: Photovoltaik und Wärmepumpe statt fossiler Heizung
Prologis plant den „Prologis Park Berlin DC5“ als vollständig elektrisch versorgtes Gebäude. Eine Luft-Wärmepumpe soll die Hallen beheizen. Auf den Dächern sind Photovoltaikanlagen vorgesehen. Ladepunkte für Pkw und Lieferwagen können ergänzt werden. Außerdem soll das Gelände vollständig eingezäunt werden. Prologis bezeichnet das Vorhaben als klimaneutrale Logistikentwicklung auf einer revitalisierten Gewerbefläche.
Die Lage zielt vor allem auf stadtnahe Warenverteilung. Das Grundstück liegt innerhalb des Berliner Stadtgebiets und ist über die Rennbahnstraße sowie die Berliner Allee an das Hauptstraßennetz angebunden.
Aus früherem Gewerbeareal wird „Prologis Park Berlin DC5“
Der Umbau betrifft einen Standort mit vielen früheren Nutzern. Neben der Bowlingbahn waren dort unter anderem Kfz-Betriebe, Handwerksunternehmen und ein Matratzenhandel ansässig. Bereits 2024 berichtete der Tagesspiegel über auslaufende Mietverhältnisse und den bevorstehenden Verlust von Gewerbe- und Proberäumen. Teile des Geländes standen damals schon leer.
Im Mai 2026 waren die konkreten Neubaupläne noch nicht öffentlich zugeordnet. Die umfangreichen Abrissarbeiten liefen da aber schon. Inzwischen steht das Bauschild an der offizielle Adresse An der Industriebahn 23. Prologis wird die Hallen bis Mai 2027 fertiggestellt haben.

Blick auf die Abrissarbeiten an der Roelckestraße im Frühjahr 2026. Der Rückbau der Bestandsbauten ist inzwischen abgeschlossen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Prologis Park Berlin DC5“
Quellen: Prologis Deutschland, Tagesspiegel, Berliner Architektur & Urbanistik
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4 Kommentare
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Hallo.
Von welcher Anbindung an das Straßennetz ist hier die Rede.
Berliner Allee ist doch ein Witz.Seit Jahren versucht man ein Radweg draus zu bauen.
Rennbahnstraße wollte Honnecker schon eine Umfahrung Heinersdorf bauen.
Ich dachte eher an Wohnungen,Straßenbahn und Bus gibt es wenigstens in Weißensee.
Habe noch andere Projekte.
Alte Essigfabrik Liebermannstr.
Ehemals Sternradio Liebermannstr.
Ehemals Minol Liebermannstr.
Kinderkrankenhaus Hansastr.
Die Roelkestr.hat Honnecker gebaut als Umgehung der Berliner Allee für Hohenschönhausen.
Alle 3 Straßen Berliner Allee, Rennbahnstr.
Darßerstr-Roelkestr.sind stark sanierungsbedürftig.
Danke H.Gries
Hallo, ich will mir gar nicht ausmalen, wie dann noch LKW und Transporter durch diese engen Gassen (Straßen) fahren. Dann kommt der Verkehr absolut zum erliegen. An mögliche Sperrungen von Durchfahrtsstraßen wegen zusätzlichen Baustellen will ich nicht denken. Sperrungen hatten wir schon, da war an diese Großbaustelle nicht gar nicht zu denken. Es war das reinste Chaos.
Die Rennbahnstraße wird kurz nach Fertigstellung des Logistikzentrums zu einer Straßenbahndauerbaustelle. 4 Jahre geplante Bauzeit, also 8 Jahre reale Bauzeit. Bleibt also nur die Roelckestraße als Verbindung nach Berlin. Wenn die dann während der Bauphase der neuen Straßenbahn ebenfalls für ein paar Jahre gesperrt wird, weil das Abwassernetz dann doch nicht mehr länger hält, muss das neue Logistikzentrum über Hohenschönhausen an IKEA vorbei an Berlin angeschlossen werden.
Nachdem die Verbindung zur A10 nach dem Abblasen des Baus einer Umgehungsstraße um Malchow herum auch nicht wirklich funktionsfähig ist, ist das neue Logistikzentrum bis 2040 eher als Rohrkrepierer zu werten. Wenn dann irgendwann die neue Straßenbahn endlich fährt, wird das neue Logistikzentrum vermutlich fast genauso veraltet sein, wie die Gebäude, die gerade eben abgerissen worden sind. Aber immerhin ist dann alles elektrisch und solar. Das ist definitiv ein Vorteil.
Desweiteren vermisse ich ein Parkhaus für 300 Fahrzeuge, das öffentlich genutzt werden sollte und auch Ladestation haben sollte. War letztes Jahr noch angekündigt. Stattdessen gibt es jetzt 100 ebenerdige Parkplätze, die aber kaum für die neuen Mitarbeiter vor Ort reichen dürften. Dabei hat sich die Parksituation im Gewerbegebiet durch den Wegfall der alten Arbeitsplätze nicht verbessert, denn fast alle Mitarbeiter konnten auf dem Gelände parken. Tatsächlich konnten sogar Außenstehende dort parken, was auch weggefallen ist.
Es wird ein Scheißarbeitsplatz für die Logisitkmitarbeiter sein. Man wird schon morgens ewig im Stau stehen, um nach Berlin zu kommen, bzw. vorher, um zur Arbeit zu kommen. Dann wird man keinen Parkplatz finden und der Dönerladen an der Ecke ist eine absolute Zumutung. Das wird zu vielen Arbeitsausfällen führen. Mehrere 100 unterbezahlte Kräfte, die jeden Morgen von weit her anreisen werden, um vor Ort zu arbeiten, werden die Lebensqualität wohl eher nicht anheben. Ich hoffe, dass wenigstens die durch das Logistikzentrum verteilten Güter es wert sind.