Müll auf Gehwegen, volle Abfallbehälter oder wilde Sperrmüllablagerungen: Der Bezirk Mitte will genauer wissen, wo die größten Probleme bei der Stadtsauberkeit liegen. Mit einer neuen Umfrage können Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucher verschmutzte Orte melden und damit auf Handlungsbedarf aufmerksam machen.

Umgekippter E-Scooter und Müll auf einer Straße in Berlin.

Vollgestellte Gehwege, wilde Müllhaufen und verstreuter Abfall zählen zu den häufigsten Beschwerden rund um die Stadtsauberkeit. / © Foto: depositphotos.com

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Wer in Berlin unterwegs ist, kennt die unterschiedlichen Seiten des öffentlichen Raums: Während viele Plätze, Grünanlagen und Kieze gepflegt wirken, gibt es auch Orte, an denen sich Müll regelmäßig zum Ärger vieler Menschen ansammelt. Im Bezirk Mitte soll nun genauer untersucht werden, wo diese Probleme besonders sichtbar werden. Mit der Aktion „Mitte sucht den dreckigsten Ort“ ruft das Bezirksamt die Bevölkerung dazu auf, auffällige Verschmutzungen zu melden.

Hintergrund ist eine aktuelle Befragung der Berliner Senatskanzlei zur Stadtsauberkeit. Dabei wurden vor allem Sperrmüll, Zigarettenkippen und sogenannte Kleinstvermüllung als Bereiche genannt, in denen viele Menschen Verbesserungsbedarf sehen. Die neue Aktion des Bezirks soll nun konkrete Orte identifizieren, an denen besonders häufig oder deutlich Müllprobleme auftreten.

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Verschmutzte Orte können per App gemeldet werden

Die Teilnahme ist zwischen dem 3. und 21. August 2026 möglich. Mitmachen können alle Menschen, die im Bezirk Mitte leben, arbeiten oder sich dort regelmäßig aufhalten. Wer eine verschmutzte Stelle entdeckt, kann diese fotografieren und über die App beziehungsweise die Internetseite „Ordnungsamt Online“ melden. Wichtig ist dabei, im Betreff das Stichwort #Mittemachtsauber anzugeben.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner sieht die Aktion als Möglichkeit, gemeinsam mit den Menschen vor Ort genauer hinzuschauen. „Die Aktion soll zeigen, wo Probleme bestehen und wie einfach es ist, über die App ‚Ordnungsamt Online‘ aktiv zu werden und Hinweise an das Ordnungsamt weiterzugeben“, so Schriner.

Wilder Sperrmüll auf einer Straße in Berlin.

Sperrmüllablagerungen, weggeworfene Verpackungen und anderer Abfall auf Gehwegen gehören zu den sichtbaren Problemen im Berliner Stadtbild. / © Foto: depositphotos.com

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#Mittemachtsauber: Gewinner werden ausgelost, Problemstellen öffentlich gemacht

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Preise des Ordnungsamtes verlost. Am Ende der Aktion soll außerdem ein Ort im Bezirk offiziell als „dreckigster Ort“ benannt werden. Damit soll eine konkrete Problemstelle in den Mittelpunkt gerückt werden.

Die Aktion ist Teil der Kampagne #Mittemachtsauber, mit der der Bezirk für mehr Aufmerksamkeit beim Thema Stadtsauberkeit werben und Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung aufrufen möchte. Im November ist zudem ein Müllgipfel geplant, bei dem weitere Fragen rund um Sauberkeit, Zuständigkeiten und mögliche Verbesserungen diskutiert werden sollen.

Das Thema Stadtsauberkeit beschäftigt Berlin seit Längerem. Auch auf Landesebene gab es zuletzt Forderungen nach einer Neuausrichtung der Stadtreinigung und einer besseren Organisation der Müllbeseitigung im öffentlichen Raum. Mit der aktuellen Umfrage will der Bezirk Mitte nun zunächst herausfinden, an welchen Stellen vor Ort besonders großer Handlungsbedarf besteht.

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Quellen: Bezirksamt Mitte, Bündnis 90/Die Grünen, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/3311, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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