Im Cecilien-Carré in Hellersdorf startet die Vermietung der ersten 128 Wohnungen. Die Nettokaltmieten beginnen bei 7 Euro pro Quadratmeter.

Im Cecilien-Carré in Hellersdorf stehen die ersten Gebäudehüllen bereits ein Jahr nach der ersten Grundsteinlegung weitgehend fertig. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild / Visualisierung: Bonava
Für das Cecilien-Carré in Hellersdorf können sich Interessierte jetzt für Wohnungen aus dem ersten Bauabschnitt registrieren. Die GESOBAU verweist dafür auf das Portal Immomio. Der erste Bauabschnitt umfasst 128 Mietwohnungen und soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Hellersdorfer Straße / Cecilienstraße, 12619 Berlin
- Wohnungen gesamt: 272 Mietwohnungen
- Erster Bauabschnitt: 128 Wohnungen
- Zweiter Bauabschnitt: 144 Wohnungen
- Wohnungstypen: Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen
- Miete gefördert: ab 7,00 Euro pro Quadratmeter
- Fertigstellung erster Bauabschnitt: bis Ende 2026
- Gesamtfertigstellung: bis Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028
Das Neubauquartier entsteht an der Ecke Hellersdorfer Straße und Cecilienstraße auf einer rund 10.100 Quadratmeter großen Fläche. Geplant sind acht Wohnhäuser mit sechs bis acht Geschossen. Bonava entwickelt das Projekt und übergibt die Wohnungen nach Fertigstellung schlüsselfertig an die GESOBAU. Für den zweiten Bauabschnitt im Cecilien-Carré wurde kürzlich die Grundsteinlegung gefeiert.

Die Projektvisualisierung des Cecilien-Carré zeigt den ersten Bauabschnitt mit neuen Mietwohnungen an der Hellersdorfer Straße. / © Visualisierung: Bonava
Cecilien-Carré in Hellersdorf: Mieten, WBS und Wohnungsmix
Insgesamt entstehen im Cecilien-Carré 272 Mietwohnungen für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Der Wohnungsmix reicht von Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen. Jede Wohnung erhält einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse. 162 Wohnungen vergibt die GESOBAU als geförderten Wohnraum für Haushalte mit WBS 140 oder WBS 220.
Die Nettokaltmieten starten bei geförderten Wohnungen mit WBS 140 bei 7,00 Euro pro Quadratmeter. Für WBS-220-Wohnungen starten die Mieten bei 11,00 Euro pro Quadratmeter. Bei einer durchschnittlichen 2-Zimmer-Wohnung – GESOBAU nennt hier 52 Quadratmeter – beginnen die Kaltmieten rechnerisch bei rund 364 Euro.
Der erste Bauabschnitt umfasst 128 Wohnungen und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Erste Mieterinnen und Mieter sollen Ende 2026 einziehen können. Der zweite Bauabschnitt ergänzt das Quartier um weitere 144 Wohnungen. Die Gesamtfertigstellung ist bis Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 vorgesehen.

Der Rohbau vom „Cecilien-Carré“ in Hellersdorf ist von einem Baugerüst umgeben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bewerbung für Wohnungen im Cecilien-Carré läuft über Immomio
Wer sich für eine Wohnung im Cecilien-Carré in Hellersdorf interessiert, nutzt die Registrierung über Immomio. Dort legen Wohnungssuchende ein Profil an. Für geförderte Wohnungen ist ein gültiger Wohnberechtigungsschein nötig. Die GESOBAU nennt auf ihrer Projektseite ausdrücklich WBS 140 und WBS 220.
Neben den Wohnungen plant das Projekt Grün- und Erholungsflächen, Spielangebote, 50 Pkw-Stellplätze und 675 Fahrradstellplätze. Die Dächer erhalten extensive Begrünung und Photovoltaikmodule. Regenwasserzisternen sollen das Mikroklima im Quartier verbessern.
Cecilien-Carré (Hellersdorf)
Quellen: GESOBAU, Bonava
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Subventionen aus Steuergeldern
Subventionen sind die Belohnung für das Versagen
(Dr. Markus Krall)
Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.
Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.
Einen rechtsextremen Autor als Quelle anzuführen – einen, der schon lange jeden Anschein wissenschaftlicher Methodik aufgegeben hat und alles ausschließlich durch die Brille einer rechtsextremen ideologischen Voreingenommenheit betrachtet – ist wirklich eine eklatante Nicht-Leistung Ihrerseits.
Abgesehen davon ist Ihr Kommentar auch etwas widersprüchlich. Die Aussage „Subventionen sind eine Belohnung für Versagen“ ist so weit von der Realität entfernt, dass es einem die Haare zu Berge stehen lässt. Natürlich können Subventionen auch missbraucht werden. Genauso wie praktisch alle wirtschaftspolitischen Instrumente in gewissem Maße missbraucht werden können. Das ändert aber nichts daran, dass Subventionen in bestimmten Situationen die richtige Lösung sein können, wenn dann auch richtig angewandt.
Mit dem zweiten Absatz erkennen Sie ja das Problem an. Na sicher ist sozialer Wohnungsbau quasi subventionierter Wohnungsbau. Der Sinn hinter sozialen Wohnungsbau ist es, der öffentlichen Hand einen Hebel auf dem Wohnungsmarkt in die Hand zu geben, um Niedrigverdiener günstigen Wohnraum bereitstellen zu können. Der Hintergrund ist, dass vollständig private Wohnungsmärkte in urbanen Räumen dazu tendieren, preislich Niedrigverdiener aus diesen Räumen herauszudrängen. Das ist ein Markt-Mechanismus, der immer gleich abläuft und als Gentrifizierung bezeichnet wird. Das Problem ist, dass es sich hierbei um ein Marktversagen handelt. Der Markt – hier der Mietmarkt in urbanen hochverdichteten Räumen, sägt sozusagen an seinem eigenen Ast, indem er Niedrigverdiener herausdrängt. Denn jeder urban verdichtete Raum braucht auch Elektriker, Putzkräfte, Verkäufer, Busfahrer, einfache Verwaltungsangestellte, Kellner, Transportbedienstete etc. Wenn all diese Niedrigverdiener außerhalb der Stadt wohnen, erhöht das die Verkehrsleistungen und damit die insgesamten volkswirtschaftlichen Kosten für Transport, Verkehr und auch Flächenverbrauch.
Es ist ein hochkomplexes Thema, wo Volkswirtschaft, Stadtentwicklung, Bauwesen, Verkehrswesen und Sozio-Ökonomie zusammenkommen. Rein wissenschaftlich gesehen ist es seit Langem anerkannt, dass Sozialer Wohnungsbau, also staatlich subventionierter Wohnungsbau hier ein elementar wichtiger und hochfunktionabler Hebel ist, um dieses Problem zu lösen. Ähnlich verhält es sich mit dem Bau und Betrieb von öffentlichen Nahverkehrslösungen, die einen Verkehrsinfarkt auf den Straßen verhindern. Das kann man zB gut in den USA beobachten, wo es in vielen Metropolen kaum ÖPNV gibt und dadurch das Auto-orientierte Verkehrssystem in katastophal überlasteten Zuständen feststeckt und zu extremen Pendelzeiten, Anfahrtswegen und damit volkswirtschaftlichen Kosten für die USA führt.