In Berlin-Tempelhof entsteht ein weiteres neues Stadtquartier. Auf dem Gelände der künftigen „Marienhöfe“ laufen die Bauarbeiten bereits sichtbar auf Hochtouren. Entstehen soll ein gemischtes Wohn- und Gewerbequartier mit rund 900 Wohnungen.

Zwischen den Baumwipfeln im Bereich der Attilastraße ragen Kräne hervor, die den Baufortschritt des Quartiers „Marienhöfe“ begleiten.

Nur wenige Minuten vom S-Bahnhof Priesterweg entfernt ist der Baufortschritt der „Marienhöfe“ inzwischen deutlich im Stadtbild ablesbar. Gleich mehrere Kräne ragen über die Baumwipfel hinaus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

 

Wer derzeit die die Attilastraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg passiert, erkennt schon aus der Distanz die Dimension des Projekts: Gleich mehrere hohe Kräne ragen über die Baumwipfel, Bagger und Lkw bewegen große Erdmassen. Auf dem rund zehn Hektar großen Areal des ehemaligen Bahn- und Baumarktgeländes hat die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Marienhöfe“ längst begonnen. Erste Bodenplatten sind bereits sichtbar.

  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Attilastraße, ehemaliges Bahn- und Baumarktgelände
  • Wohnungen: ca. 900 Wohneinheiten (Mix aus frei finanziert, gefördert, seniorengerecht)
  • Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, Quartiershaus, soziale Infrastruktur
  • Bauzeit: Baustart 2025, Fertigstellung nördlicher Abschnitt geplant für August 2028

Im Auftrag der Projektentwickler realisiert Goldbeck als Generalübernehmer elf Wohn- und Geschäftsgebäude sowie ein Quartiershaus. Insgesamt sind rund 900 Wohnungen vorgesehen: ein Mix aus frei finanziertem, gefördertem und seniorengerechtem Wohnraum.

ANZEIGE

Visualisierung der "Marienhöfe" in Tempelhof

Auf dem Gelände an der Attilastraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg soll ein neues Stadtquartier mit rund 900 Wohnungen sowie ergänzenden Gewerbe- und Sozialflächen entstehen. / © Visualisierung: Goldbeck GmbH

Nutzungsmix und neue urbane Struktur in der Nähe des S-Bahnhofs Priesterweg

Das Quartier ist als vielfältiger Stadtraum konzipiert. Neben Wohnungen entstehen im Erdgeschoss Flächen für Gastronomie, Dienstleistungen und Nahversorgung. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kita, ein Ärztehaus sowie gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen im Quartiershaus.

Der Investmentmanager Hines begleitet das Projekt im Bereich Asset Management und Monitoring. Nach Jahren der Planung markierte der Baustart Ende 2025 den Übergang in die konkrete Realisierung. Die ersten Wohnungen sollen bereits ab 2028 bezugsfertig sein.

ANZEIGE

Die Baustelle des Projekts „Marienhöfe“ ist deutlich sichtbar, geprägt von Kränen, Baggern und laufenden Erdarbeiten.

Die Arbeiten für die „Marienhöfe“ sind seit Ende 2025 sichtbar angelaufen. Derzeit prägen Kräne und Bagger deutlich die Umgebung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zu sehen ist die Baustelle des Projekts „Marienhöfe“, auf der derzeit Kräne und Bagger das Bild bestimmen.

Auf dem ehemaligen Bahnareal an der Attilastraße sind bereits erste Bodenplatten sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„Marienhöfe“ nehmen Gestalt an: Bauweise, Architektur und Energiekonzept

Ein zentrales Merkmal ist die systematisierte Bauweise: Bauteile werden industriell vorgefertigt und vor Ort montiert. Dadurch sollen Bauzeiten verkürzt und Prozesse effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig ermöglicht das Verfahren eine standardisierte, aber dennoch flexible Umsetzung der Gebäude.

ANZEIGE

Gestalterisch soll das Konzept auf Vielfalt setzen. Das Büro Collignon Architektur entwickelt unterschiedliche Fassadenbilder für die einzelnen Gebäude, mit Materialien wie Keramik, Putz, Metall-Glas-Elementen und Holzhybriden. So soll ein abwechslungsreiches städtebauliches Erscheinungsbild entstehen.

Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

Im Quartier an der Attilastraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist eine vielfältige Gestaltung der Gebäude mit unterschiedlichen Fassadenmaterialien vorgesehen. / © Visualisierung: Goldbeck GmbH

Nachhaltigkeit und Freiraum im neuen Quartier in Tempelhof

Auch energetisch will das Projekt einen klaren Ansatz verfolgen: Ein regeneratives Nahwärmenetz nutzt unter anderem Abwärme aus einem benachbarten Rechenzentrum sowie Wärmepumpentechnik. Ziel ist ein möglichst fossilfreier Betrieb des Quartiers.

Im Außenraum sind autofreie Zonen, Grünflächen und Sportangebote vorgesehen. Eine zentrale Nord-Süd-Achse schafft Raum für den Radverkehr, während unterirdisch eine große Tiefgarage mit mehr als 500 Stellplätzen entsteht.

Die Gesamtfertigstellung des nördlichen Abschnitts ist für 2028 vorgesehen.

Sichtbar ist die Baustelle des Projekts „Marienhöfe“, auf der Kräne und Bagger aktuell das Geschehen dominieren.

Wer das Gelände an der Attilastraße passiert, erkennt den Baufortschritt der „Marienhöfe“ an meterhohen Sandaufschüttungen und zahlreichen Baustellenfahrzeugen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Goldbeck GmbH, Gasag Solution Plus, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, collignonarchitektur

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

4 Kommentare

  1. Sylvia Morawitz 2. Juni 2026 at 00:37 - Reply

    Endlich wird aus dem Areal etwas schönes. Auf den Bildern sieht es ja wunderbar aus. Die Menschen werden sich wohlfühlen.

    • Hansi 2. Juni 2026 at 04:25 - Reply

      Einfach nur schreckliche, seelenlose Architektur (Copy-Paste), wie man sie überall findet.
      Das erinnert mich an die hässlichen Plattenbauten aus den 1970er Jahren.

  2. Hansi 2. Juni 2026 at 04:26 - Reply

    Einfach nur schreckliche, seelenlose Architektur (Copy-Paste), wie man sie überall findet.
    Das erinnert mich an die hässlichen Plattenbauten aus den 1970er Jahren.

  3. Jeanette Meier 5. Juni 2026 at 21:45 - Reply

    Furchtbar, dann wird es auf unserem schönen Friedhof vorbei sein mit der Ruhe.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.