Im Märkischen Viertel beginnt eine der wichtigsten städtebaulichen Entwicklungen im Berliner Norden. Mit der erteilten Baugenehmigung für das Märkische Quartier rückt die Umsetzung eines Projekts näher, das sowohl neuen Wohnraum schafft als auch das bestehende Zentrum des Viertels erweitert. Politik, Verwaltung und Projektpartner betonen die Bedeutung dieser Entscheidung für die Zukunft des Stadtteils.

Brunnenplatz des Märkischen Quartiers

Der geplante Brunnenplatz steht stellvertretend für die städtebaulichen Ziele des Märkischen Quartiers, das nach Entwürfen von der ioo Planungsgesellschaft ein lebendiges Zentrum mit klarer Aufenthaltsqualität erhalten soll. Vorgesehen sind fünf Wohn und Geschäftshäuser mit rund 690 überwiegend förderfähigen Wohnungen, eine Mischung aus Nahversorgung, Dienstleistungen und Gastronomie in den Erdgeschossen sowie zahlreiche Spiel und Freiflächen. / © Visualisierung: ioo Planungsgesellschaft

© Visualisierungen: ioo Planungsgesellschaft

ANZEIGE

 

Mit der erteilten Baugenehmigung für das „Märkische Quartier“ hat das Projekt einen entscheidenden Schritt geschafft. Die Vorstellung im Ausschuss für Stadtentwicklung sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus unterstreicht den Stellenwert des Projekts für das gesamte Viertel. Im Märkischen Viertel werden damit in den nächsten Jahren fünf Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung betonten dabei, dass das Projekt sowohl neuen Wohnraum schaffen als auch die vorhandenen Strukturen im Viertel sinnvoll ergänzen soll.

Auf dem rund 19.100 Quadratmeter großen Grundstück entstehen fünf Wohn- und Geschäftshäuser mit insgesamt 690 Wohnungen. Die Gewerbeflächen in den Erdgeschossen sollen rund 10.000 Quadratmeter umfassen und unter anderem einen großen Nahversorger aufnehmen. Ergänzend entstehen eine Tiefgarage mit 153 Stellplätzen sowie zahlreiche Fahrradstellplätze. Neue Spiel- und Aufenthaltsflächen sind für Innenhöfe, Dachflächen und den Außenraum vorgesehen.

ANZEIGE

Deutlich überarbeitetes Konzept ersetzt frühere Hochhausplanung im Märkischen Viertel: Gründe für den Neustart

Das aktuelle Konzept unterscheidet sich deutlich von den Planungen aus dem Jahr 2020. Damals war ein einzelnes, sehr hohes Gebäude vorgesehen, das überwiegend gewerblich genutzt werden sollte. Aufgrund veränderter Marktbedingungen wurde diese Idee jedoch verworfen. In enger Abstimmung zwischen Bezirk, Investor und Planungsteam entstand daraufhin ein Modell, das nun vor allem Wohnraum und öffentliche Flächen in den Mittelpunkt stellt.

Bezirksstadträtin Korinna Stephan (Grüne) betonte, das Projekt zeige, wie aus einer schwierigen Ausgangslage ein funktionierendes Gesamtkonzept entstehen könne. Sie habe die Zusammenarbeit als offen und lösungsorientiert wahrgenommen und hob die Arbeit der Verwaltung hervor, die das komplexe Verfahren in kurzer Zeit begleitet habe.

Partner aus Entwicklung und Planung betonen gemeinsames Vorgehen: Bedeutung der Genehmigung für die nächsten Schritte

Vertreterinnen und Vertreter von Cheyne Capital und Laborgh Investment erklärten, die erteilte Genehmigung gebe nun die notwendige Planungssicherheit. Sie verwiesen auf die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirk, die den Prozess unterstützt habe. Für den Baustart ist nun der Impuls des Investors erforderlich. Bezirksstadträtin Stephan äußerte die Hoffnung, dass der Spatenstich zeitnah erfolgen könne.

ANZEIGE

Mit den nun verbindlich geplanten 690 Wohnungen entstehen im Quartier überwiegend barrierefreie Einheiten, von denen ein großer Teil förderfähig ist. Die Gewerbeflächen sollen ein vielfältiges Angebot ermöglichen, das kurze Wege und eine hohe Lebensqualität schafft. Zusätzlich entsteht ein neuer Brunnenplatz, der sich an historischen Elementen orientiert und die fußläufige Verbindung zwischen Märkischem Zentrum und Märkischer Zeile stärkt.

Quellen:  ioo Planungsgesellschaft mbH, HUTTERREIMANN Landschaftsarchitektur GmbH, Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, Der Tagesspiegel

ANZEIGE

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.