In einem zweiten Innenhof in Berlin-Mitte entstehen 54 Wohnungen. Der Neubau setzt auf vorgefertigte Bauteile, Balkone und Photovoltaik.
© Titelbild: Deutsche Investment Kapitalverwaltung AG
In Berlin-Mitte hat der Bau eines neuen Wohngebäudes begonnen. Das Projekt entsteht nicht auf einer freien Fläche am Stadtrand, sondern innerhalb eines bereits dicht bebauten Grundstücks. Die Lage im zweiten Innenhof stellt die Planer vor besondere logistische Anforderungen. Deshalb kommt eine eigens für den Standort entwickelte Bauweise zum Einsatz.
- Bezirk: Mitte
- Projektstatus: im Bau
- Baubeginn: 2026
- Fertigstellung: 2027
- Wohnungen: 54
- Gebäudehöhe: Sechs Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss
Auf einem bislang nur eingeschränkt genutzten und teilweise versiegelten Grundstück entstehen 54 Wohnungen. Das Gebäude umfasst sechs reguläre Geschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. Die Wohnungen erhalten Grundrisse mit einem bis vier Zimmern. Jede Einheit soll über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen.
Nachverdichtung in Mitte nutzt ein bestehendes Grundstück
Das Projekt reiht sich in zahlreiche Vorhaben ein, die neue Wohnungen auf bereits bebauten Grundstücken schaffen. Anders als bei neuen Stadtquartieren müssen für solche Bauvorhaben keine großen zusammenhängenden Flächen erschlossen werden. Gleichzeitig steigt der planerische Aufwand, weil bestehende Häuser, Zufahrten und Freiflächen berücksichtigt werden müssen.
Bei dem aktuellen Projekt verschärft die Lage hinter mehreren Bestandsgebäuden diese Bedingungen. Die Zufahrt zur Baustelle und die verfügbaren Flächen für Material, Maschinen und Transporte sind begrenzt. Die Deutsche Investment prüfte nach eigenen Angaben zunächst eine Holzmodulbauweise. Wegen der besonderen Baustellenlogistik entschied sich das Unternehmen jedoch für eine andere Lösung.
Vorgefertigte Bauteile sollen die Baustelle entlasten
Der Neubau entsteht in einer hybriden seriellen Bauweise. Dabei fertigen Hersteller verschiedene Elemente bereits unter kontrollierten Bedingungen vor. Dazu zählen komplette Bad- und Installationsmodule sowie Teile der Wände, Fassaden und Balkone. Auf dem Grundstück werden diese Bauteile anschließend montiert. Damit verlagert sich ein Teil der Arbeiten von der engen Baustelle in Produktionshallen.
Das Verfahren soll die Abläufe vor Ort verkürzen und die Zahl der notwendigen Transporte reduzieren. Zugleich verspricht sich das Unternehmen davon eine gleichmäßigere Ausführungsqualität sowie mehr Sicherheit bei Terminen und Kosten.
Neubau in Mitte erhält Photovoltaik und Fahrradangebote
Die Planung sieht einen Neubau nach dem Energiestandard KfW 55 vor. Auf dem Gebäude soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Hinzu kommt eine digitale Gebäudeinfrastruktur.
Für Fahrräder entstehen zusätzliche überdachte Stellplätze. Eine Reparaturstation soll kleinere Wartungsarbeiten direkt am Gebäude ermöglichen. Die vorgelagerten Balkone erfüllen neben ihrer Nutzung als private Außenflächen eine weitere Funktion: Sie sollen im Sommer Teile der Fassade verschatten und dadurch die direkte Sonneneinstrahlung in die Wohnungen verringern.
Wohnungen in Mitte sollen 2027 fertig werden
Das Vorhaben zeigt, wie kleinteilige Nachverdichtung im dicht bebauten Berlin-Mitte umgesetzt werden kann. Vergleichbare Projekte entstehen etwa im Innenhof der Borsigstraße mit 19 neuen Wohnungen oder im Weddinger Schwyzer Kiez durch Neubauten und Aufstockungen.
Die 54 Wohnungen der Deutschen Investment sollen im Jahr 2027 fertiggestellt werden. Einen genaueren Termin nennt das Unternehmen nicht.
Quellen: Deutsche Investment, Konii
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One Comment
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Also man kann vage davon ausgehen, dass das Teil ganz gewiss irgendwo in Mitte gebaut wird…Wow, das ist spektakulär!
Und es ist nicht ein erster Hof und auch nicht ein dritter, sondern DER unfassbare zweite Hof von Nowhere-and-Secret-Land.
Damit konnte keiner rechnen..Nein?!!…Doch!….Oh!!!