Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) treibt den Bau von Werkswohnungen in Frankfurt voran. In Höchst wurde nach knapp einem Jahr Bauzeit nun Richtfest gefeiert.
© Titelbild: FES GmbH
Das städtische Entsorgungsunternehmen Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) errichtet in der Adolf-Haeuser-Straße im Stadtteil Höchst eigene Wohnungen für ihre Mitarbeitenden. Am Freitag, den 26. September, konnten die Beteiligten das Richtfest begehen. Das Projekt soll den Beschäftigten der FES zugutekommen, und den angespannten Wohnungsmarkt in Frankfurt etwas entlasten. Insgesamt entstehen vier neue Gebäude mit 48 Wohneinheiten sowie vier Gewerbeflächen.
Die neuen Wohn- und Gewerbeflächen baut die FES auf einem 2.584 Quadratmeter großen Grundstück, dass direkt neben dem Busbahnhof im Frankfurter Stadtteil Höchst liegt. Die 48 Wohnungen bieten Platz für bis zu 136 Personen. Ergänzt werden die Wohneinheiten durch vier Gewerbeflächen, die in den Erdgeschossen untergebracht sein werden. Ende 2023 hatte die FES die brachliegende Liegenschaft erworben und Anfang 2024 mit dem Bau begonnen. Inzwischen sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen. Die Fertigstellung ist nach Angaben des Unternehmens für den Sommer 2026 vorgesehen.
Drei Wohntürme und ein Flachbau: FES realisiert 48 Wohneinheiten, rund 75% davon geförderter Wohnraum
Auf dem Grundstück entstehen drei Wohntürme sowie ein länglicher Baukörper, der sich über die gesamte Grundstücksfläche zieht. Insgesamt entstehen rund 3.400 Quadratmeter Wohnfläche. Das Erdgeschoss wird mit Abstellplätzen für Autos und Fahrräder ausgestattet. Zudem sind Lagerräume für die Bewohnerinnen und Bewohner vorgesehen. Auf dem eingeschossigen Gebäuderiegel entsteht ein begehbares und begrüntes Flachdach. Auch ein Kinderspielplatz wird Teil des Areals sein.
Die 48 geplanten Wohneinheiten reichen von Ein-Zimmer-Apartments bis hin zu Fünf-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnflächen variieren zwischen 40 und 106 Quadratmetern, acht Wohneinheiten sollen rollstuhlgerecht ausgebaut sein. Eine Besonderheit liegt im Anteil geförderter Wohnungen. Rund drei Viertel der neuen Einheiten werden öffentlich gefördert. Konkret entfallen 15 Wohnungen auf den Förderweg I und 21 Wohnungen auf den Förderweg II. Zwölf Wohnungen entstehen als frei finanzierter Wohnraum. Zusätzlich zu den Wohn- und Gewerbeflächen wird auch ein Gemeinschaftshaus errichtet: Die geteilten Flächen sollen über Flächen zum kochen und gemeinsamen feiern verfügen.
Neue Wohnungen in Höchst: Vermietung erfolgt vorrangig an FES-Mitarbeitende
Die Vermietung erfolgt zunächst vorrangig an Mitarbeitende der FES-Unternehmensgruppe. Sollten einzelne Wohnungen nicht von Beschäftigten nachgefragt werden, erfolgt die Vergabe über das Wohnungsamt der Stadt Frankfurt. Die Gebäude erfüllen die höchsten Standards in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Sie werden im Passivhausstandard errichtet und sollen über Erdwärme versorgt werden. Hinzu kommt eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, da sich sowohl der Bahnhof als auch der Busbahnhof in unmittelbarer Nähe befinden.
Die Nachfrage nach den Wohnungen ist laut Angaben der FES bereits jetzt hoch. Mit dem Bau eigener Mitarbeiterwohnungen verfolgt das Unternehmen einen wichtigen Ansatz, um Beschäftigten Wohnraum in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu bieten. Dennoch bleibt das Angebot exklusiv, da die Vergabe in erster Linie innerhalb der Unternehmensgruppe erfolgt. Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes in Frankfurt zeigt das Projekt zwar eine gute Richtung auf, es wird jedoch deutlich, dass insgesamt noch viel mehr geschehen muss, um die Wohnungsnot in der Stadt nachhaltig zu lindern.
Quellen: Stadt Frankfurt, FES, BSMF, Frankfurter Rundschau
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