Im Frankfurter Stadtteil Niederrad nähert sich das Umbauprojekt „livinit“ seiner Fertigstellung. Das ehemalige Bürogebäude in der Lyoner Straße 11 wird seit einiger Zeit in ein Boarding House mit 375 Wohneinheiten umgewandelt.


Im Vergleich: Zwischen dem Baustand von Anfang April und dem aktuellen Stand hat sich einiges am Projekt „livinit“ getan. Der Investor „Unimo“ plant hier in Frankfurt Niederrad den Bau von 375 Mikro-Apartments. / © Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
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Im Frankfurter Stadtteil Niederrad entsteht derzeit ein markantes Wohnprojekt: Das ehemalige Bürogebäude in der Lyoner Straße 11, ein Bau aus den 1980er Jahren, wird seit einiger Zeit umfassend saniert und in ein modernes Boarding House mit dem Namen „livinit“ umgewandelt. Hinter dem Projekt steht der Investor Unimo, der die Immobilie im Jahr 2022 von der Evan-Gruppe übernommen hat.
Auf insgesamt elf Geschossen entstehen 375 Apartments, die sich in erster Linie an Beschäftigte aus Hotellerie und Gastronomie richten. Rund 35 Hotels aus dem Frankfurter Raum haben angekündigt, die kleinen Wohneinheiten langfristig für ihre Mitarbeitenden anzumieten. Noch in diesem Jahr soll das Projekt in Betrieb gehen.
Projekt „livinit“ in Niederrad: Neues Wohnangebot für das Lyoner Viertel
Die Apartments sind zwischen 20 und 25 Quadratmeter groß und verfügen über ein bis eineinhalb Zimmer. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine Dachterrasse mit Skylineblick, mehrere Gemeinschaftslounges sowie einen Portierservice. Auch ein gastronomisches Angebot ist vorgesehen. Im Erdgeschoss sollen eine Bäckerei, ein Schnellimbiss und ein italienisches Restaurant eröffnen. Damit soll das Gebäude nicht nur als Wohnort dienen, sondern auch zum Treffpunkt im Quartier werden.
Das Projekt spiegelt die aktuelle Entwicklung im Lyoner Viertel wider. Der Stadtteil, der jahrzehntelang vor allem durch Bürogebäude geprägt war, wandelt sich zunehmend zu einem gemischten Quartier. Durch die Nähe zum Stadtwald, zum Mainufer und die schnelle Anbindung an den Hauptbahnhof gewinnt Niederrad auch als Wohnstandort an Bedeutung.
Bauarbeiten auf der Zielgeraden: 375 Apartments sollen noch diesen Herbst fertiggestellt werden
Mittlerweile steht die Sanierung kurz vor der Fertigstellung. Von außen zeigt sich der Fortschritt besonders deutlich: Die Fassadenarbeiten sind nahezu abgeschlossen. Lediglich der Eingangsbereich ist weiterhin eingerüstet und wird aktuell fertiggestellt. Die oberen Stockwerke hingegen sind bereits vollständig frei sichtbar, sodass das neue Erscheinungsbild des Gebäudes deutlich wird.
Auch im Inneren laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Nach Informationen des Projektträgers soll das Gebäude im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Damit rückt die geplante Übergabe an die künftigen Nutzer in greifbare Nähe.
Bestandssanierung statt Neubau: Wie ein Bürogebäude zu Wohnflächen wurde
Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die Entscheidung, das Gebäude nicht abzureißen, sondern durch eine umfassende Sanierung neu zu nutzen. Die denkmalgeschützte Fassade bleibt dabei erhalten. Auf diese Weise werden sowohl historische Elemente gesichert als auch Ressourcen geschont. Die Projektentwickler betonen, dass diese Vorgehensweise nicht nur ökologisch sinnvoll sei, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leiste.
Mit der Fertigstellung des „livinit“ wird ein weiteres Bürogebäude im Lyoner Viertel zu Wohnzwecken umgewandelt. Das Projekt zeigt, wie sich ehemals monofunktionale Standorte in lebendige Stadtquartiere entwickeln können. Wenn im Herbst die letzten Gerüste fallen, könnte das Boarding House schon bald seine Türen öffnen und den Wandel im Frankfurter Süden ein Stück weiter sichtbar machen.

Bereits diesen Herbst soll das Projekt „livinit“ mit seinen 375 Mikroapartments vollständig bezugsfertig sein. Aktuell ist die Baustelle noch durch Bauzäune versperrt, auch der Eingangsbereich des Gebäudes verbirgt sich noch hinter einem Baugerüst. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Neben den 375 kleinen 1- bis 1,5-Zimmer-Wohnungen lassen sich vor Ort auch ein breites kulinarisches Angebot, ein Dachgarten mit Blick auf den Main und die Frankfurter Skyline und direkt angrenzende Postschließfächer finden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mit der Umwandlung des ehemaligen Bürohauses, das aus den 1980er-Jahren stammt, geht das Niederrädische Lyoner Viertel einen weiteren Schritt hin zum Mixed-Use Quartier. Noch wird das Gebiet dennoch hauptsächlich von Büroflächen und der Industrie genutzt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Walser Immobiliengruppe, ImmoScout, Skyline Atlas, Frankfurter Rundschau
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