In Berlin gehen zwei Neubauprojekte der landeseigenen HOWOGE in die Vermietung. In Lichtenberg und Treptow-Köpenick entstehen insgesamt 315 Wohnungen – viele davon gefördert und mit nachhaltiger Energieversorgung konzipiert.

Helle Putzfassaden mit schlichten Balkonen prägen das Erscheinungsbild des Quartiers in der Anne-Frank-Straße, wo nun ein weiterer Bauabschnitt fertig wird. / © Foto: HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH | Howoge
© Titelbild: HOWOGE / Markus Bachmann
Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH beginnt mit der Vermietung von insgesamt 315 neuen Wohnungen in Berlin. Die Einheiten verteilen sich auf zwei Neubauprojekte in Lichtenberg und Treptow-Köpenick. In beiden Quartieren kommen sowohl Menschen mit Wohnberechtigungsschein als auch Haushalte ohne Anspruch auf geförderten Wohnraum zum Zug.
Die Vermietung in der Lückstraße in Lichtenberg begann am 30. Juli. Hier entstehen 158 moderne Wohnungen, die barrierearm zugänglich sind und zwischen einem und vier Zimmern bieten. Der Einzug ist ab Oktober 2025 vorgesehen. Im Bezirk Treptow-Köpenick startet die Vergabe von 157 Wohnungen am 11. August. Sie sind Teil des zweiten Bauabschnitts eines Quartiers an der Anne-Frank-Straße, das bei vollständiger Fertigstellung 583 Wohneinheiten umfassen soll.
In Treptow-Köpenick und Lichtenberg: Wohnungen mit WBS und gestaffelten Mieten
Ein Großteil der neuen Wohnungen wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften vermietet. Mehr als die Hälfte der Einheiten ist gefördert und für Personen mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen. Dabei werden zwei Kategorien angeboten: Wohnungen der Stufe WBS 100 zu 6,90 Euro pro Quadratmeter und WBS 180 zu 9,00 Euro pro Quadratmeter. Die restlichen Wohnungen werden zu durchschnittlich 13,50 Euro nettokalt vermietet.
Die HOWOGE verweist auf die Möglichkeit, mit dem WBS-Rechner des Landes Berlin die eigene Berechtigung schnell zu prüfen. Ziel sei es, verschiedene Einkommensgruppen anzusprechen und sozialen Wohnraum zugänglich zu machen.
Erstes Nur-Strom-Projekt der HOWOGE entsteht in der Lückstraße in Lichtenberg
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in Lichtenberg. Das Projekt in der Lückstraße ist das erste Vorhaben der HOWOGE, das vollständig auf fossile Energiequellen verzichtet. Die Versorgung erfolgt ausschließlich über Strom – erzeugt durch Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern und unterstützt durch Luft-Wasser-Wärmepumpen. Ergänzend wird zertifizierter Grünstrom aus dem Netz bezogen.
Auf dem Gelände entstehen außerdem Regenwasserversickerungsflächen, Spielflächen sowie über 300 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder. Drei Wohnungen werden an soziale Träger vergeben. HOWOGE-Geschäftsführer Ulrich Schiller erklärte, das Projekt sei ein Beispiel dafür, wie bezahlbarer Wohnraum mit klimagerechtem Bauen verbunden werden könne.
Treptow-Köpenick: Quartier mit autofreier Ausrichtung
Auch in Treptow-Köpenick stehen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit im Fokus. Die Hälfte der neuen Wohnungen wird barrierefrei errichtet. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und umfasst klimaangepasste Außenanlagen, Innenhöfe mit Obst- und Kräuterpflanzungen sowie große Fahrradabstellflächen mit mehr als 1.000 Plätzen.
Zusätzlich werden alle Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Neben den Wohnungen entstehen Gewerbeflächen, eine Kita und Flächen für die Nahversorgung. Die Gesamtfertigstellung des Quartiers ist für September 2026 geplant.
Quellen: HOWOGE
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