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Die U5 wird erstmals über den Frankfurter Hauptbahnhof hinaus verlängert und verbindet künftig das Europaviertel direkt mit dem städtischen Nahverkehr. Der aktuelle Tunneldurchbruch markiert einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zur neuen 2,7 Kilometer langen Strecke mit vier Stationen.
Baustellengrube mit Gerüst abgesperrt.

Ein Infrastrukturprojekt der Superlativen: Die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 soll das Europaviertel besser mit der Innenstadt verbinden. Aktuell entstehen dafür neue Strecken, Tunnel sowie vier U-Bahn-Stationen. Die 24 Meter tiefe Baugrube für die Station „Gütersplatz“ liegt im Grundwasser und ist 180 Meter lang sowie durchschnittlich 30 Meter breit. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild und Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Eine Stadt, die wachsen will, muss infrastrukturell mithalten. In Frankfurt laufen derzeit mehrere große Verkehrsprojekte, darunter die Verlängerung der U5 ins Europaviertel. Die 2,7 Kilometer lange Strecke umfasst vier Stationen, unter anderem eine unterirdische am Güterplatz und drei oberirdische entlang der Europa-Allee. Ziel der umfassenden Bauarbeiten ist es, das Europaviertel direkt mit der Innenstadt zu verbinden.

Das Projekt startete bereits 2017 mit dem Bau des unterirdischen Abschnitts. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2025 geplant, inzwischen wird das Jahr 2029 als realistischer Termin genannt. Die Kosten stiegen von rund 373 Millionen Euro auf etwa 515 Millionen Euro, die die Stadt Frankfurt zunächst vorfinanziert.

U5-Verlängerung in das Europaviertel: Tunneldurchbruch am Übergang zum Hauptbahnhof

Nun erreicht das Millionenprojekt nach einigen Verzögerungen einen neuen, wichtigen Meilenstein. Diesen Monat wurden die beiden Bestandswände unter dem Platz der Republik durchbrochen, die die neuen Tunnelröhren vom bestehenden Tunnel am Hauptbahnhof trennen. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und die Geschäftsführer der SBEV, Florian Habersack und Ingo Kühn, begleiteten den symbolischen Durchbruch.

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Der Durchbruch markiert den Abschluss des Tunnelbaus und zeigt, dass die Arbeiten trotz Verzögerungen und komplexer technischer Anforderungen erfolgreich umgesetzt werden. Besonderheiten wie der bergmännische Vortrieb unter Druckluft und der direkte Anschluss an den Bestandsbau unter einer stark befahrenen Kreuzung machten den Bau zu einer besonderen Herausforderung.

Die tiefste U-Bahn-Station Frankfurts: Neue U5-Station „Güterplatz“ liegt in 24 Metern Tiefe

Ein weiterer, zentraler Fortschritt im U5-Projekt ist der Ausbau der Station Güterplatz, der tiefsten Stadtbahnstation Frankfurts. Die 24 Meter tiefe Baugrube liegt im Grundwasser und ist 180 Meter lang sowie durchschnittlich 30 Meter breit. Nach Abschluss der Tunnelvortriebsarbeiten konnten die zuvor als Havarieschott dienenden Bestandswände zurückgebaut werden.

Für den Rückbau wurden die 40 Zentimeter starken Stahlbetonwände in einzelne Blöcke zerschnitten und mit einem Arbeitszug zur zentralen Gleiswerkstatt transportiert. Vorher wurden 25 Tonnen Stahlträger demontiert, die während der bergmännischen Vortriebsarbeiten die Wände gesichert hatten. Damit ist ein weiterer Schritt für den sicheren Ausbau der Station abgeschlossen.

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U5-Ausbau schreitet voran: Anfang 2026 soll die Ausbauphase beginnen

Nach diesen beiden Baufortschritten kann es nun weitergehen: Im ersten Quartal 2026 beginnt die Ausbauphase mit der Installation der festen Fahrbahn und dem Gleisbau in der unterirdischen Station. Anschließend werden Fahrleitungsdrähte montiert und der Anschluss an die ehemalige Wendeanlage im Bestandsbauwerk unter dem Platz der Republik hergestellt. Parallel schreiten die Arbeiten an den oberirdischen Stationen Emser Brücke, Europagarten und Europaviertel West voran.

Verantwortlich für Planung und Umsetzung sind die SBEV, die VGF und die Stadt Frankfurt. Mit der U5-Verlängerung wird das Europaviertel dauerhaft an das städtische Nahverkehrsnetz angeschlossen. Das Projekt stärkt nicht nur die Mobilität der rund 30.000 künftigen Bewohnerinnen und Bewohner, sondern sichert auch die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze und Einrichtungen im Quartier.

Ein Foto des Baustellenzauns an der Baustelle U5. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Güterplatz, Emser Brücke, Europagarten und Europaviertel West: diese vier U-Bahn-Stationen werden künftig die Linie U5 erweitern, und das Europaviertel so direkt mit dem Hauptbahnhof verbinden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Stadt Frankfurt, Frankfurter Neue Presse, FAZ, SBEV, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

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