Unerwarteter Fund auf einer Großbaustelle: Beim Bau der neuen U5 in Hamburg-Bramfeld ist ein mehrere Millionen Jahre alter Findling entdeckt worden. Der tonnenschwere Stein soll nun erhalten bleiben.

Beim Aushub für die neue U5-Haltestelle in Hamburg-Bramfeld wurde in sieben Metern Tiefe ein rund 22 Tonnen schwerer Findling aus der Saale-Eiszeit entdeckt. Künftig soll der Stein als Naturdenkmal erhalten und öffentlich zugänglich gemacht werden. / © Foto: HOCHBAHN
© Titelbild: HOCHBAHN
Beim Aushub für die künftige U5-Haltestelle in Hamburg-Bramfeld ist ein ungewöhnlicher Fund gemacht worden. In rund sieben Metern Tiefe stieß eine Baggerschaufel auf einen massiven Granitblock. Der rund 22 Tonnen schwere Findling misst etwa acht Kubikmeter und stammt nach Einschätzung des Geologischen Landesamts aus der Saale-Eiszeit vor rund 200.000 Jahren.
Der Stein wurde inzwischen mithilfe eines Spezialkrans aus der Baugrube gehoben. Solche Funde sind trotz vorbereitender Baugrunderkundungen selten, da sich Lage und Größe von Findlingen nicht immer eindeutig bestimmen lassen.
Bergung unter laufendem Baubetrieb – Wandsbek will Findling als Naturdenkmal erhalten
Die Arbeiten auf der Baustelle konnten trotz der Entdeckung fortgesetzt werden. Die Baugrube ist bereits weit ausgehoben, die Schlitzwandarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Teilbereiche sind mit Betonplatten überdeckt, um den Verkehr am Bramfelder Dorfplatz aufrechtzuerhalten. Nach aktueller Planung soll die Linie im Jahr 2033 in Betrieb gehen. Anwohnende sollen dann mit der vollautomatischen U-Bahn in etwa 20 Minuten die Hamburger Innenstadt erreichen können.
Parallel stimmen das Geologische Landesamt, das Bezirksamt Wandsbek und die Projektverantwortlichen das weitere Vorgehen ab. Vorgesehen ist, den Findling als Naturdenkmal zu erhalten und künftig öffentlich zugänglich zu machen. Ein konkreter Standort wird noch geprüft.
Quellen: HOCHBAHN
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