In Berlin könnten 20 Hochhausprojekte fast 10.000 Wohnungen schaffen. Die Vorhaben reichen von gerade begonnenen Planungen bis zu laufenden Baustellen.
„Brooks on East“
Viktoriaspeicher-Areal
Rudolfstraße
„030BLN“
„Moaville“
„KF62“
ULAP-Quartier
„BRING“
Wilhelmsruher Damm 150
Märkisches Quartier
Blockdammweg
Am Tierpark
Hohenschönhauser Straße
Weißenseer Weg (ehemaliges DDR-Sporthotel)
Vincent-van-Gogh-Straße
Märkische Allee
Hohensaatener Straße
Jan-Petersen-Straße
Lea-Grundig-Straße
„Konnekt“
© Titelbild / Visualisierung: ioo Planungsgesellschaft
Berlin entdeckt das Wohnen in der Höhe neu. Zwischen Karlshorst, Alexanderplatz, Neukölln und Reinickendorf entstehen oder wachsen Planungen für zahlreiche Türme. Zusammengenommen könnten sie fast 10.000 Wohnungen und wohnähnliche Einheiten schaffen. Doch nur ein Teil der Projekte befindet sich bereits im Bau.
- Bezirke: Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Reinickendorf
- Zahl der Projekte: 20 ausgewählte Hochhausvorhaben
- Geplante Einheiten: rund 10.000 Wohnungen und wohnähnliche Einheiten

Beim ersten Hochhaus von „Konnekt“ wachsen die tragenden Betonwände inzwischen über das Niveau der Baugrube hinaus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Berlin nutzt für viele neue Hochhäuser Flächen, die bereits bebaut oder versiegelt sind. Dazu gehören ehemalige Parkplätze, Gewerbegrundstücke, Einkaufszentren und brachliegende Areale. Allein die zehn untersuchten Hochhausprojekte im Berliner Osten umfassen rund 4.800 Wohnungen. Weitere zehn Wohnhochhäuser zwischen Neukölln und Reinickendorf könnten mindestens 5.200 Einheiten ergänzen.
Dabei handelt es sich nicht nur um klassische Mietwohnungen. Einige Projekte kombinieren Wohnen mit Büros, Hotels, Gastronomie, Gewerbe oder sozialen Einrichtungen. Zudem zählen teilweise möblierte Apartments und andere wohnähnliche Angebote zur Gesamtzahl.

Das Hochhaus-Ensemble „Brooks on East“ zwischen Ostbahnhof und Spree wächst weiter. Die beiden markanten Wohntürme sollen 2027 fertiggestellt werden und rund 350 Eigentumswohnungen sowie Serviced Apartments aufnehmen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Mehrere Hochhäuser in Berlin befinden sich bereits im Bau
Besonders weit fortgeschritten ist das Ensemble „Brooks on East“ am Ostbahnhof. Die beiden 86 und 95 Meter hohen Türme sollen mehr als 350 Eigentumswohnungen aufnehmen. Hinzu kommen 222 Serviced Apartments sowie Gewerbe-, Büro- und Gemeinschaftsflächen. Die Fertigstellung wird für 2027 angestrebt.
Auch das Hochhaus „030BLN“ am Alexanderplatz wächst sichtbar. Der 130 Meter hohe Turm soll mehr als 300 Einheiten für möbliertes und serviceorientiertes Wohnen erhalten. In Marzahn laufen die Arbeiten am Großquartier „Konnekt“ an der Georg-Knorr-Straße. Dort sind im Gesamtprojekt mit drei Hochhäusern bis zu rund 1.600 Wohnungen sowie Gewerbe, soziale Angebote und Freiflächen vorgesehen.

In der Nähe der Warschauer Brücke soll dieses Hochhaus in der Rudolfstraße gebaut werden. / © Visualisierung: Henning Larsen Architekten
Große Wohnungszahlen bei Hochhäusern hängen noch vom Planungsrecht ab
Den größten Einzelbeitrag könnte das Hochhausprojekt an der Rudolfstraße nahe der Warschauer Brücke leisten. Die Planung umfasst derzeit bis zu 1.000 Wohnungen. Rund 30 Prozent sollen nach den bisherigen Zielen als geförderter Wohnraum entstehen. Berlin prüft für das Vorhaben derzeit die Anwendung des Bauturbos.
Jeweils rund 1.000 Wohnungen stehen auch beim Viktoriaspeicher-Areal an der Köpenicker Straße und beim Projekt „BRING“ am Bahnhof Neukölln im Raum. Für beide Vorhaben fehlen bislang verbindliche Baustarttermine. Weitere Planungen betreffen „Moaville“ mit rund 500 Wohnungen, das ULAP-Quartier am Hauptbahnhof und das Quartier „KF62“ an der Kurfürstenstraße.

Nach Jahren des Stillstands zeichnet sich für das Großprojekt „BRING“ (ehemals „Ringbahnhöfe Neukölln“) an der Ringbahn eine neue Perspektive ab. / © Visualisierung: Wehrhahn Architekten
Hochhaus-Bau in Berlin: Lichtenberg und Marzahn bilden einen Schwerpunkt
Im Berliner Osten verteilen sich die Hochhausprojekte auf zahlreiche kleinere und größere Standorte. Geplant sind unter anderem Wohnungen am Blockdammweg in Karlshorst, am Tierpark 82, auf einem ehemaligen Busparkplatz am Fennpfuhl sowie auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Sporthotels am Weißenseer Weg.
Hinzu kommen das geplante Holz-Hybrid-Hochhaus an der Vincent-van-Gogh-Straße, ein Wohnensemble an der Märkischen Allee, das Projekt an der Hohensaatener Straße, die Neubauten an der Jan-Petersen-Straße und ein Hochhaus an der Lea-Grundig-Straße.
In Reinickendorf stehen das Hochhaus mit 176 Wohnungen am Wilhelmsruher Damm und das genehmigte Märkische Quartier mit rund 690 Wohnungen für unterschiedliche Entwicklungsstände. Während bei einzelnen Projekten bereits gebaut wird, hängen viele andere noch von Bebauungsplänen, Genehmigungen und Finanzierungsentscheidungen ab.
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksämter Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Reinickendorf, GESOBAU AG, meinBerlin
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Hallo,
das hört dich ja alles ganz bett an, aber wie viele der genannten Wohnmöglichkeiten werden dann sozialer Wohnungsbau bzw.gefördert, so dass auch Normalverdiener eine Chance hätten??? Ich lese hier nur die geplanten 30% bei einem Bauvorhaben, sonst wieder Eigentum, möblierte Wohnungen (für wen?) etc.
MfG