Im Berliner Südwesten nimmt eines der größten Wohnungsbauprojekte der Hauptstadt konkrete Formen an. Für das geplante Quartier Neulichterfelde in Lichterfelde Süd haben die Projektpartner nun zentrale Verträge abgeschlossen. Rund 2.500 Wohnungen sollen bis Mitte der 2030er Jahre entstehen.

Bebauungsgebiet, Neulichterfelde

Das Quartier Neulichterfelde entsteht auf einem rund 97 Hektar großen Areal im Süden Berlins, davon sind etwa 36 Hektar für die Bebauung vorgesehen, während der Rest als Freifläche erhalten bleibt. / © Foto: degewo

© Visualisierungen: Groth Gruppe

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Im Süden Berlins steht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre vor dem nächsten Schritt. Für das geplante Quartier Neulichterfelde in Lichterfelde Süd haben die beteiligten Unternehmen zentrale Vereinbarungen abgeschlossen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um das Vorhaben in den kommenden Jahren umzusetzen.

Auf dem rund 97 Hektar großen Areal sollen etwa 2.500 Wohnungen entstehen. Während etwa 36 Hektar für die Bebauung vorgesehen sind, bleibt ein deutlich größerer Teil als sogenannte „Lichterfelder Weidelandschaft“ erhalten – eine rund 61 Hektar große Freifläche, die als ökologisch wertvoller Lebensraum gilt. Die Umsetzung des Quartiers ist im Zeitraum zwischen 2026 und 2035 vorgesehen.

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Neulichterfelde: Gemischtes Quartier mit Wohnungen und sozialer Infrastruktur

Geplant ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit unterschiedlichen Wohnformen. Neben freifinanzierten Wohnungen sollen auch geförderte Einheiten entstehen, um ein breites Spektrum an Haushalten anzusprechen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch soziale Infrastruktur sowie öffentliche Grünflächen.

Visualisierung der Wohnhäuser mit Bäumen und Wegen zwischen den Gebäuden.

© Visualisierung: Groth Gruppe

Ein zentraler Bestandteil der Planung ist ein Quartiersplatz in der Nähe des S-Bahnhofs Lichterfelde Süd. Dort sollen Büros, Praxen und Geschäfte zur Nahversorgung entstehen. Zudem sind mehrere Einrichtungen für Familien vorgesehen, darunter drei Kindertagesstätten sowie eine Schule mit Sportflächen und Turnhalle.

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Aufgabenteilung zwischen kommunalen und privaten Akteuren

Die Entwicklung des Quartiers wird von mehreren Partnern getragen. Das landeseigene Wohnungsunternehmen degewo plant mehr als 1.000 Wohnungen für den eigenen Bestand. Mehr als die Hälfte davon soll im geförderten Segment entstehen.

Ein Joint Venture von degewo und dem Immobilienunternehmen WÖHR + BAUER wird darüber hinaus über 850 freifinanzierte Wohnungen realisieren. Zu den Aufgaben dieser Partnerschaft gehört auch die Entwicklung zentraler Bausteine des Quartiers, darunter das Quartierszentrum sowie ein Energiekonzept für die Gebäude. Zudem übernimmt das Joint Venture die Erschließung des rund 36 Hektar großen Entwicklungsareals.

Auch die bisherige Eigentümerin des Grundstücks bleibt an der Umsetzung beteiligt: Die Groth Gruppe plant rund 420 Reihenhäuser innerhalb des neuen Quartiers. Das Unternehmen hatte das Projekt über viele Jahre vorbereitet und maßgeblich vorangetrieben.

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Neues Quartier in Lichterfelde: Projekt mit Bedeutung für den Berliner Wohnungsmarkt

Mit dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan im Jahr 2024 hatte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf bereits die planungsrechtliche Grundlage für das Quartier geschaffen. Zuletzt hatte es Diskussionen über das Projekt gegeben, unter anderem zu ökologischen Aspekten und Verkehrsanbindungen – nun folgt jedoch mit den abgeschlossenen Verträgen ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung.

Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin angespannten Wohnungsmarktes in Berlin. Studien gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren weiterhin ein hoher Bedarf an neuen Wohnungen besteht. Projekte dieser Größenordnung sollen dazu beitragen, zusätzliche Wohnangebote zu schaffen, auch im bislang weniger dicht bebauten Süden der Stadt.

Quellen: degewo, GROTH GRUPPE, WÖHR + BAUER, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

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One Comment

  1. 3k-im-Monat-ist-nicht-reich 14. März 2026 at 07:57 - Reply

    Das wird wieder bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit WBS und teurer Wohnraum für Wohlhabende – für Leute mit mittlerem Einkommen wirds wieder teuer :(
    Hoffentlich wird die Anlage schöner als das ‚Wohnghetto‘ an der Friedenauer Höhe.

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