Marzahn-Hellersdorf: Auf der Eisenacher Straße werden ab dem 24. November vorbereitende Maßnahmen für den Neubau der Hellersdorfer Brücken durchgeführt. Dabei werden Bäume gefällt und Sträucher zurückgeschnitten, begleitet von einer Umweltaufsicht. Mit dem Neubaubeginn wird künftig die Eisenacher Straße für den Kfz-Verkehr für 1,5 Jahre gesperrt.
Hellersdorfer Brücken: Die Brücken sollen im Ersatzneubau so gestaltet werden, dass sie den angrenzenden Straßenbauarbeiten und dem Berliner Mobilitätsgesetz entsprechen. / © Foto: Wikimedia Commons, Amiconn, CC BY-SA 3.0
© Fotos: Wikimedia Commons, Amiconn, CC BY-SA 3.0
Nach der Fertigstellung der südlichen Blumberger-Damm-Brücke beginnt in Marzahn-Hellersdorf nun direkt das nächste Brückenprojekt. Auf der Eisenacher Straße werden ab Montag, 24. November, vorbereitende Maßnahmen für den geplanten Neubau der Hellersdorfer Brücken getroffen. Im Zuge der Arbeiten werden 19 Bäume gefällt und etwa 700 Quadratmeter strauchartiger Bewuchs beschnitten.
Die Maßnahme erfolgt im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Eine begleitende Umweltaufsicht soll sicherstellen, dass keine artenschutzrechtlichen Konflikte entstehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Freitag, 28. November, abgeschlossen sein.
Ausgleichsmaßnahmen für die Natur: Was die Senatsverwaltung plant
Die Senatsverwaltung betont, dass die Eingriffe nach Abschluss der Baumaßnahmen umfangreich ausgeglichen werden. Geplant ist die Anlage von Böschungen, Seitenstreifen und Biotop-Flächen auf einer Fläche von 1.550 Quadratmetern. Zusätzlich sollen Gewässerufer auf 110 Quadratmetern eingesät und bepflanzt werden.
Darüber hinaus entstehen neue Böschungen mit gebietsheimischen Laubgehölzen auf einer Fläche von 640 Quadratmetern. Ziel der Maßnahmen ist es, die Eingriffe in die Natur langfristig auszugleichen und die lokale Artenvielfalt zu fördern. Für die Anwohner bedeutet dies zunächst vorübergehende Eingriffe in die Vegetation, langfristig aber auch eine erneuerte Brückeninfrastruktur.
Marzahn-Hellersdorf: Brückenbau im Kontext des Mobilitätsgesetzes
Die beiden Hellersdorfer Brücken überqueren die Wuhle beziehungsweise die neue Wuhle im Zuge der Eisenacher Straße. Die Senatsverwaltung plant den Ersatzneubau mit Blick auf das Berliner Mobilitätsgesetz: Die Brücken sollen sicherere Verbindungen für Fuß- und Radverkehr schaffen und die Eisenacher Straße insgesamt leistungsfähiger machen.
Im Neubau wird der Rad- und Gehweg auf eine beidseitige Breite von jeweils 5,70 Metern ausgelegt, was die Wegeführung für Fußgänger und Radfahrende deutlich verbessern soll. Die Brücken werden in integraler Rahmenbauweise aus Stahlbeton errichtet, wodurch wartungsintensive Bauteile wie Lager und Übergangskonstruktionen entfallen.
Bauzeiten, Verkehrsführung und Bürgerbeteiligung: Eisenacher Straße etwa 1,5 Jahre für Kfz-Verkehr gesperrt
Der Neubau soll voraussichtlich Ende 2025 beginnen, nach dem Abschluss des Straßenumbaus der Eisenacher Straße. Während dieser Zeit wird die Eisenacher Straße für den Kraftfahrzeugverkehr für etwa 1,5 Jahre komplett gesperrt. Eine provisorische Querung für Fuß- und Radverkehr mit Behelfsbrücken ist bereits geplant.
Die Planung beruht auf intensiver Beteiligung: Von einer Online-Phase über Bürgerkommentare bis hin zu einer Informationsveranstaltung im Mai 2024 in den „Gärten der Welt“ konnten Anwohnerinnen und Anwohner ihre Fragen stellen und Anregungen einbringen.
Von Abriss bis Wiederaufbau: Berlin erneuert und ersetzt derzeit eine Reihe zentraler Brücken
Das Projekt an der Eisenacherstraße reiht sich ein in die wachsende Zahl von Brückenbauvorhaben, die derzeit von der Senatsverwaltung betreut werden. Berlin verwaltet über 1.000 Brückenbauwerke, von Altbau bis Ersatzneubau. Im kommenden Jahr werden diese Bauarbeiten das Berliner Stadtbild weiter prägen und die Verkehrsinfrastruktur nachhaltig verändern.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
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One Comment
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Ich weiß nicht wie lange man für eine strasse brauch aber 1,5 Jahre ist viel zu lange…. Und eine Brücke neu setzten bzw abreissen und neu machen kriegen China in unter einer Woche hin und warum wir nicht