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Im Hamburger Stadtteil Horn sind in den vergangenen Monaten 142 öffentlich geförderte Wohnungen entstanden, die nach mehrschichtigen Aufstockungen und Anbauten an bestehenden Gebäuden Mitte Januar 2026 verfügbar sein sollen. Das Projekt soll für eine urbane Nachverdichtung stehen, die Wohnraum schafft, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

Baustelle Dahrendorfweg, Hamburg

Ein Blick auf die Baustelle im Jahr 2025 – seither hat sich im Quartier viel getan. Ab Mitte Januar soll das Projekt abgeschlossen sein. / © Foto: SAGA / Philipp Reiss

© Foto: SAGA / Philipp Reiss
© Titelbild Visualisierung: NH STUDIO / Gestaltung: eins:eins Architekten

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Im Quartier Horner Geest realisiert die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA ein Bauvorhaben, das auf das Verdichten vorhandener Bausubstanz setzt: In sechs Mehrfamilienhäusern am Dahrendorfweg und Everlingweg sind durch zweigeschossige Aufstockungen sowie zusätzliche Anbauten insgesamt 142 öffentlich geförderte Mietwohnungen in verschiedenen Größen von 1,5 bis 4 Zimmern entstanden. Die Fertigstellung ist laut Unternehmen für den 16. Januar 2026 geplant.

Statt neue Flächen am Stadtrand zu nutzen, haben die Planenden auf eine modulare Holzbauweise gesetzt. Dabei wurden vorgefertigte Module per Kran auf die bestehenden Gebäude aufgesetzt.

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Nachverdichtung im Horner Geest-Quartier: Stadtpolitische Zielsetzungen und Nachhaltigkeit

Das Vorhaben wurde von Vertreterinnen und Vertretern der SAGA gemeinsam mit Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin als Beispiel für zukunftsorientierte Stadtentwicklung präsentiert. Dabei wurde betont, dass durch das modulare Bauen vorhandene Strukturen genutzt und gleichzeitig zusätzliche Wohnungen geschaffen werden können, ohne Bestandsmieterinnen und -mieter aus ihren Wohnungen umquartieren zu müssen.

Die neue Wohnfläche richtet sich an unterschiedliche Haushaltsgrößen und ist öffentlich gefördert, wobei die anfänglichen Nettokaltmieten im Rahmen des 1. Förderwegs liegen. Die modulare Bauweise sollte nicht nur eine schnellere Bauzeit, sondern auch eine schonendere Ressourcennutzung ermöglichen, da sie weniger Abbruchmaterial und neue Flächenversiegelung erfordert.

142 Wohnungen im Dahrendorfweg: Integration in bestehende Quartiersstrukturen

Die Nachverdichtung im Horner Geest-Quartier reiht sich in einen stadtweiten Trend ein, den vorhandenen Bestand durch zusätzliche Wohneinheiten zu ergänzen. Solche Projekte verfolgen das Ziel, städtisches Wachstum nicht einseitig durch Erweiterung nach außen, sondern durch Umbau und Ergänzung im Inneren zu steuern. In Horn soll so der Wohnungsmarkt entlastet werden, ohne gewachsene Nachbarschaften durch großflächige Neubauten zu verändern.

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Mit der geplanten Verfügbarkeit Mitte Januar 2026 stehen die neuen Wohnungen für Bewerberinnen und Bewerber mit entsprechendem Wohnberechtigungsschein dann zur Anmietung bereit. Die Mischung an Wohnungsgrößen und die energieeffiziente Bauweise sind Teil der Antwort auf anhaltende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in der Hansestadt.

Quellen: wirgemeinsam.hamburg, SAGA Unternehmensgruppe, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg

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