Im Frankfurter Schönhof-Viertel entsteht die erste hessische Hybridschule mit darüber liegenden Mietwohnungen. Land Hessen und Stadt Frankfurt unterstützen das Projekt mit rund 23 Millionen Euro Fördermitteln und setzen so auf ein Modell, das Bildung und bezahlbares Wohnen kombiniert.

Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori; NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer, NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal, Leitender NHW-Geschäftsführer Dr. Thomas Hain und Prof. Marcus Gwechenber-ger, Dezernent für Planen und Wohnen freuen sich über die Unterstützung für das innovative Projekt. / Foto: NHW/Thomas Rohnke
© Visualisierung Titelbild: moka Studio/NHW
Frankfurt-Bockenheim bekommt ein neues städtebauliches Modell: Über der ersten hessischen Hybridschule entstehen 134 Mietwohnungen, die von Land Hessen und Stadt Frankfurt mit insgesamt 22,9 Millionen Euro gefördert werden. 123 dieser Wohnungen erhalten direkte finanzielle Unterstützung: 11,6 Millionen Euro vom Land Hessen und 11,3 Millionen Euro von der Stadt Frankfurt.
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) übernimmt die Umsetzung des Projekts, das die Vorteile von städtischer Dichte, sozialer Infrastruktur und Wohnraum kombinieren soll. Mit der Übergabe des Fördermittelbescheids durch Staatsminister Kaweh Mansoori und Planungsdezernent Marcus Gwechenberger wurde nun kürzlich ein weiterer Meilenstein erreicht.
Das Schönhof-Viertel in Bockenheim: Quartier mit Vorbildcharakter
Die Hybridschule im Erdgeschoss des Gebäudes soll das Lernen in den Mittelpunkt stellen, während darüber Mietwohnungen für Singles, Paare und Familien entstehen. Dr. Thomas Hain von der NHW betont, dass das Projekt durch die Kombination von Wohnraum und Infrastruktur von Beginn an ein lebendiges Stück Stadt schaffe.
Das Schönhof-Viertel selbst ist ein umfassendes Stadtentwicklungsprojekt, das gemeinsam von NHW und Instone Real Estate entwickelt wird. Rund 2.000 Wohnungen sollen hier bis 2027 entstehen, flankiert von einer 28.000 Quadratmeter großen Parkanlage und einem zentralen Quartiersplatz.
Förderung als Schlüssel für soziales Wohnkonzept in Bockenheim
Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Mansoori sieht in dem Projekt ein gesellschaftlich relevantes Modell: Bezahlbarer Wohnraum und Bildung werden unter einem Dach vereint, besonders für Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen.
Gwechenberger hebt zudem den integrierten Ansatz hervor: Wohnungen, Schule, Grünflächen und Infrastruktur werden gleichzeitig geplant, wodurch von Anfang an ein funktionierendes Quartier entsteht.
Vielfalt und Nachhaltigkeit im Fokus: Wohnungen sollen bis Mitte 2027 bezugsfertig sein
Die 134 Wohnungen sind zwischen 43,5 und 102,5 Quadratmetern groß, bieten 1,5 bis 5 Zimmer und verfügen über Balkone, Terrassen oder Loggien. Geplant ist, dass die Wohnungen bis Mitte 2027 bezugsfertig sind. Gleichzeitig strebt das Quartier eine DGNB-Gold-Zertifizierung an, um ökologische und nachhaltige Standards zu erfüllen.
Mit der Kombination aus Schule, Wohnraum und Grünflächen könnte das Schönhof-Viertel zu einem Modellprojekt werden, das über Frankfurt hinaus Beachtung findet. Gleichzeitig wird das Projekt in der Praxis genau beobachtet, um Erkenntnisse für künftige Quartiersentwicklungen zu gewinnen.
Quellen: NHW, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt Live, FFH, Schönhof-Viertel
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


