In Hamburg-Bergedorf entsteht derzeit im Eiltempo eine neue Geflüchtetenunterkunft am Sander Damm. Die Anlage mit 122 Plätzen ist jedoch nur temporär geplant und soll bereits 2029 wieder zurückgebaut werden.

© Titelbild: Depositphotos.com

 

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Seit mehreren Wochen laufen im Hamburger Stadtteil Bergedorf die Bauarbeiten für eine neue Geflüchtetenunterkunft am Sander Damm. Auf dem rund ein Hektar großen Gelände zwischen Schleusengraben und Gewerbeflächen werden derzeit die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen.

Erste Leitungen und Kabel sind bereits verlegt, das Gelände wird aktuell mit Sand aufgeschüttet, um die Aufstellung der Wohnmodule vorzubereiten. Die Anlage soll bereits im Oktober dieses Jahres bezugsfertig sein, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

Temporäre Unterkunft für Geflüchtete in Hamburg-Bergedorf bis 2029 geplant

Die geplante Unterkunft ist als temporäre Lösung konzipiert. Hintergrund ist, dass das Grundstück perspektivisch für ein Wohnungsbauprojekt vorgesehen ist. Entsprechend ist die Nutzung zeitlich begrenzt: Bis zum 31. März 2029 soll die Anlage bestehen bleiben, danach ist ihr Rückbau vorgesehen.

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Geplant sind insgesamt fünf zweigeschossige Gebäude in modularer Bauweise, die um einen zentralen Freibereich mit Spielplatz angeordnet werden. Die Kapazität liegt bei 122 Plätzen. Die Unterbringung erfolgt in Zweibettzimmern, ergänzt durch gemeinschaftlich genutzte Küchen sowie Sanitärbereiche auf den jeweiligen Etagen.

Bergedorf: Wiederverwendung von Wohncontainern als nachhaltiger Ansatz im Modulbau

Für die Unterkunft kommen gebrauchte Wohncontainer zum Einsatz, die derzeit noch an einem anderen Standort innerhalb Hamburgs genutzt werden. Mit deren Wiederverwendung verfolgt die zuständige Behörde einen ressourcenschonenden Ansatz, der insbesondere bei zeitlich begrenzten Projekten an Bedeutung gewinnt.

Die Betreuung der künftigen Bewohner übernimmt die städtische Gesellschaft Fördern & Wohnen, die bereits zahlreiche vergleichbare Einrichtungen betreibt.

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Wer zieht ein? Steigender Bedarf an Unterkünften durch sinkende Kapazitäten im Bezirk Bergedorf

Wer konkret in die Anlage einziehen wird, ist derzeit noch offen und hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung internationaler Fluchtbewegungen ab. Der Bedarf an Unterbringungsplätzen bleibt in Hamburg weiterhin hoch.

Gleichzeitig sind im Bezirk Bergedorf in den vergangenen Monaten mehrere größere Unterkünfte weggefallen, wodurch sich die Kapazitäten deutlich reduziert haben. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Projekt am Sander Damm zusätzliche Bedeutung, auch wenn es von Beginn an nur als Übergangslösung geplant ist.

 

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Quellen: hamburg.de, Hamburger Abendblatt, Fördern & Wohnen

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