An der Rathenower Straße in Berlin-Moabit wächst derzeit ein neues Wohnquartier der landeseigenen WBM sichtbar in die Höhe. Das Projekt verbindet geförderten Wohnungsbau mit sozialen Nutzungen und neuen öffentlichen Räumen und soll Anfang 2027 fertiggestellt werden.

Mit dem wachsenden Rohbau formt sich an der Rathenower Straße ein neues Quartier am Rande des Fritz-Schloß-Parks. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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© Visualisierung: CKRS Architektengesellschaft mbH
An der Rathenower Straße in Berlin-Moabit entsteht derzeit ein neues Wohnquartier der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM. Auf dem Gelände eines ehemaligen Kinder- und Jugendwohnheims werden insgesamt 108 Mietwohnungen realisiert. Ergänzt wird das Vorhaben durch soziale Einrichtungen, kulturelle Nutzungen und einen öffentlichen Stadtplatz.
Der Baufortschritt ist inzwischen deutlich sichtbar. Der Rohbau hat in Teilen bereits das vierte Geschoss erreicht. Damit ist die bauliche Entwicklung des Quartiers nun auch im Stadtraum klar erkennbar.
Baufortschritt in Moabit: Rohbau wächst bis ins vierte Obergeschoss
Mit der Grundsteinlegung im Mai 2025 wurde ein zentraler Fortschritt erreicht. Seither schreiten die Bauarbeiten kontinuierlich voran. Während im September vor allem das Erdgeschoss erkennbar war, prägen wenige Monate später mehrere Geschosse das Bild entlang der Rathenower Straße.
Bis Anfang 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Danach ist der schrittweise Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner vorgesehen. Bis dahin stehen noch zahlreiche Ausbauarbeiten an, insbesondere an Fassaden, in den Innenräumen sowie in den Außen- und Freianlagen.
Rathenower Straße: Geförderter Wohnraum und barrierefreie Grundrisse
Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts liegt auf bezahlbarem Wohnen. Von den 108 Wohnungen werden 91 öffentlich gefördert und stehen Haushalten mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung. Die Einstiegsmieten beginnen bei rund sieben Euro pro Quadratmeter und richten sich damit gezielt an einkommensschwächere Haushalte.
Darüber hinaus legt die WBM großen Wert auf Barrierefreiheit. Ein Großteil der Wohnungen wird barrierefrei ausgeführt, vier Einheiten entstehen rollstuhlgerecht. Ergänzt wird das Angebot durch sogenannte Clusterwohnungen, die sich flexibel an unterschiedliche Lebensformen anpassen lassen, etwa für Familien, Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhaushalte.
Öffentliche Räume zwischen Quartier und Fritz-Schloß-Park
Neben dem Wohnungsbau spielt die Gestaltung öffentlicher Räume eine tragende Rolle. Mittelpunkt des Quartiers wird ein neuer Stadtplatz, der als Verbindung zwischen dem Wohnprojekt und dem benachbarten Fritz-Schloß-Park fungieren soll. Geplant sind unter anderem ein Nachbarschaftstreff und ein Café, die auch der umliegenden Nachbarschaft offenstehen.
Zusätzlich entsteht ein öffentlicher Spielplatz, der die Aufenthaltsqualität im Quartier erhöhen soll. Die Hauseingänge der Wohnungen sind überwiegend zu einem innenliegenden Hof orientiert, während gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss vom Straßenraum aus erschlossen werden. Diese klare Trennung soll sowohl Sicherheit als auch Offenheit im Quartier fördern.
Nachhaltige Quartiersentwicklung in Berlin-Moabit
Das Projekt an der Rathenower Straße wurde seit 2019 in mehreren Beteiligungsverfahren entwickelt. Anwohnerinnen und Anwohner, Verwaltung und lokale Träger waren in die Planungen eingebunden. Die Ergebnisse dieser Prozesse flossen in den Bebauungsplan ein und prägen die Ausgestaltung des Quartiers.
Auch ökologische Aspekte sind Teil des Konzepts. Vorgesehen sind begrünte Dächer, Maßnahmen zum Regenwassermanagement sowie neue Baumpflanzungen zur Verbesserung des Mikroklimas. Nach Abschluss der Bauarbeiten sind zudem Ersatzpflanzungen für entfernte Gehölze vorgesehen.
Wohnungen in Moabit: Fertigstellung bis 2027 geplant
Die Kombination aus geförderten Wohnungen, sozialen Nutzungen und öffentlichen Freiräumen macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein der Stadtentwicklung in Moabit. In den kommenden Monaten werden insbesondere der Hochbau sowie der anschließende Ausbau den Projektfortschritt bestimmen. Ob der avisierte Fertigstellungstermin Anfang 2027 gehalten werden kann, wird sich mit dem weiteren Bauverlauf zeigen.

Mit dem Erreichen des dritten und vierten Obergeschosses zeichnet sich die spätere Höhenstaffelung des neuen Quartiers deutlich ab. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Bebauung weist eine gestaffelte Höhenentwicklung auf und reicht von drei über vier bis zu maximal sieben Geschossen. Die letzten drei Etagen fehlen noch im Rohbau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: CKRS Architekten, WBM, Bezirksamt Mitte, Senatsverwaltung für Finanzen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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