Der 1. FC Union will das Stadion An der Alten Försterei ausbauen. Das zentrale Problem beim Stadionbau bleibt die Verkehrsanbindung in Köpenick.

So soll das modernisierte Stadion An der Alten Försterei nach dem geplanten Ausbau des 1. FC Union aussehen. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin
© Titelbild / Visualisierung: 1. FC Union Berlin
Der 1. FC Union will das Stadion An der Alten Försterei deutlich erweitern. Der Baukörper soll für 40.500 Zuschauer entstehen. Starten soll der Betrieb aber zunächst mit 34.500 Plätzen. Der Grund liegt nicht im Stadion selbst, sondern im Verkehr rund um den Standort in Treptow-Köpenick.
- Verein: 1. FC Union Berlin
- Stadion: Stadion An der Alten Försterei
- Adresse: An der Wuhlheide 263, 12555 Berlin
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Aktuelle Kapazität: 22.012 Zuschauer
- Geplante erste Betriebsstufe: 34.500 Zuschauer
- Langfristiges Ziel: 40.500 Zuschauer
- Verfahren: Bebauungsplan 9-69 VE
- Zentrales Problem: Verkehrsanbindung
Der 1. FC Union baut an der Alten Försterei derzeit ein neues Trainingszentrum für die Profis der Männer- und Frauenmannschaft. Zudem plant der 1. FC Union den Ausbau des Stadions An der Alten Försterei seit mehreren Jahren. Das Stadion in Köpenick bietet aktuell 22.012 Plätze. Nach den Plänen des Vereins soll ein neuer Baukörper entstehen, der langfristig 40.500 Zuschauer aufnehmen kann.

Die Visualisierung zeigt, wie es nach dem Stadionbau beim 1. FC Union in ein paar Jahren von der Straße aus aussehen könnte. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin
Stadionbau beim 1. FC Union soll zunächst 34.500 Plätzen schaffen
In Betrieb gehen soll das ausgebaute Stadion zunächst aber nur mit 34.500 Plätzen. Diese Stufe haben Verein und Senat gewählt, weil die Verkehrsinfrastruktur rund um die Wuhlheide derzeit keine höhere Kapazität zuverlässig tragen kann.
Der Verein begründet den Stadionbau An der Alten Försterei nicht nur mit mehr Zuschauern. Präsident Dirk Zingler erklärte im Stadtentwicklungsausschuss, dass Union seit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 mit Sondergenehmigungen spiele.
Das Stadion erfülle wichtige Anforderungen an Sitzplätze, Medienbereiche, Sicherheitsflächen, Barrierefreiheit und Funktionsräume nicht ausreichend. Auch internationale Spiele konnte Union deshalb nicht dauerhaft an der Alten Försterei austragen.
1. FC Union: Problem beim Stadionbau ist die Verkehrsanbindung
Der zentrale Konflikt liegt im Umfeld des Stadions. Die Alte Försterei liegt in der Nähe der Wuhlheide, in einem sensiblen Stadtraum und nicht an einem großen Verkehrsknoten. Der Senat bestätigte zwar ein Verkehrskonzept für 34.500 Besucher. Für die volle Kapazität von 40.500 Plätzen braucht es aber weitere Nachweise und eine leistungsfähigere Anbindung.
Im Ausschuss wurde deutlich, dass vor allem der Abfluss der Zuschauer nach Spielende zählt. Shuttlebusse sollen die Spitzen zunächst abfangen. Zingler verwies darauf, dass Union mit solchen Systemen bereits Erfahrungen gesammelt habe.
Zugleich gilt eine stärkere schienengebundene Anbindung als wichtiges Ziel für die spätere Vollauslastung. Dabei geht es um Straßenbahn, S-Bahn-Kapazitäten und technische Voraussetzungen wie Fahrstrom. Aktuell wird auch die Pyramidenbrücke direkt vor dem Stadion An der Alten Försterei saniert.

Die Visualisierung zeigt das geplante Trainingszentrum des 1. FC Union direkt neben dem Stadion An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin
Politik unterstützt den Stadionbau beim 1. FC Union, aber …
Der Bezirk Treptow-Köpenick unterstützt das Vorhaben. Bezirksbürgermeister Oliver Igel betonte, viele Unionfans aus dem Bezirk kämen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Straßenbahn. Mit dem Regionalbahnhof Köpenick verbessere sich die Anbindung zusätzlich. Auch die Führung von Gästefans entlang der Wuhle müsse realistisch geplant und baulich begleitet werden.
Bausenator Christian Gaebler bezeichnete den Stadionbau als Projekt von gesamtstädtischer Bedeutung. Zugleich machte er deutlich, dass die Koordination zwischen Verein, Bezirk, Verkehrsverwaltung, BVG, Polizei und weiteren Beteiligten lange schwierig war. Inzwischen sieht der Senat den Zeitplan aber als machbar an. Die Öffentlichkeitsbeteiligung soll Anfang 2027 laufen, die Planreife wird für Juni 2027 angestrebt.

Der 1. FC Union plant beim Stadionbau einen neuen Eingangsbereich an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin
Alte Försterei soll Standort des 1. FC Union bleiben
Union hält am Standort fest. Der Verein plant den Neubau der Stehplatzränge, die Aufstockung der Haupttribüne, zusätzliche Funktionsflächen, Gastronomie, ein Clubhaus und neue Infrastruktur. Während der Bauphase in der Saison 2027/2028 soll der 1. FC Union ins Olympiastadion ausweichen. Ziel ist die Rückkehr in der Saison 2028/29.
Damit bleibt das Problem klar umrissen: Der Stadionbau selbst ist politisch gewollt und planerisch weit fortgeschritten. Entscheidend wird, ob Berlin und der 1. FC Union die Verkehrslösung so absichern, dass erst 34.500 und später 40.500 Zuschauer verlässlich zur Alten Försterei kommen und wieder abreisen können.

Mit dem Neubau rund um die Alte Försterei plant der 1. FC Union auch neue Gastronomie- und Aufenthaltsbereiche am Stadion. / © Visualisierung: 1. FC Union Berlin
Stadion An der Alten Försterei (1. FC Union)
Quellen: 68. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bebauungsplan 9-69 VE „Stadion an der Alten Försterei“, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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Berliner Luxusprobleme🥵
Welche Bundesligastadt mit einer Stadion kapazitöt von 40000 hat solche Vuraussrtzungen. 2 S-Bahnlinien auf 2 verschiedenen Bahnstrecken und Flughafenabschluss, 2 Rhoonalexptessbahnhlfen auf 2 verschiebnen Bahnsträngen,
5 Strassenbahnlinien, wie Union schon derzeit? Die ungenutzten Urbanlner-Strassenvahnen stehen ungenutzt im Depot!!!
Due Grossparkplätze am Olympuastadoon gaben über S 3 und S 9 Direktverbindungen nach Köpenick.
London hat 5 Erstligavereine mit größeren Stadien IN WOHNGEBIETEN.
Aller nur Berliner Luxusproblene.
Hoch leve die Bürokratie🥵